Edit: Wie sich inzwischen herausgestellt hat war es doch nicht Tim Hug, sondern Seppi Hurschler, der zwar nicht am Wettkampf teilnahm aber trotzdem vor Ort war.
Montag, 9. Januar 2012
Kombi-Weltcup Oberstdorf 2012
Edit: Wie sich inzwischen herausgestellt hat war es doch nicht Tim Hug, sondern Seppi Hurschler, der zwar nicht am Wettkampf teilnahm aber trotzdem vor Ort war.
Dienstag, 20. Dezember 2011
Seefeld, Kombi-Weltcup Dezember 2011,
To be continued!
Nach dem Springen same procedure as always – Schwimmbadlokal, Kakao.
Sonntag, 29. Mai 2011
Bayern-Rundfahrt 2011 - oder endlich wieder Radsport live!
Bayern-Rundfahrt 2011, 4. Etappe, EZF in Friedberg bei Augsburg. Da MUSSTE ich natürlich hin.
Mein letztes Radrennen war schon wieder lang, zu lang, viel zu lang her. Oktober 2010.
Auch wenn meine favorisierten Leoparden den Sieg leider ganz knapp verpassten war es doch einfach nur toll.
Und am nächsten Tag dann gleich wieder. 5. und letzte Etappe in Moosburg. Und diesmal klappte es auch mit einem Sieg für Leopard-Trek. Der junge Sprinter Giacomo Nizzolo war am Schnellsten.
Und endlich ein Sieg den sie Wouter Weylandt widmen konnten!
Radsport - greatest show on earth.
Jetzt zählen wir (E. und ich) die Tage bis zur Ö-Tour und zum Horn.
Dienstag, 18. Januar 2011
Seefeld 2011
Wir schreiben Samstag, den 15.01.2011.
Es ist 4:40 Uhr als die Büroangestellte Nina M. vom Wecker ihres schicken Nokia-Handys aus dem wohlverdienten Schlaf gerissen wird. Am Wochenende eher aufstehen als während der Arbeitswoche ist böse. Sehr böse. Vor allem wenn man seit Donnerstag Kopfweh hat und sich total erschlagen fühlt. Depperter Föhn!
So weit, so schlecht. Aus dem Bett gekrochen und versucht noch die letzten zwölf47 Sachen in den Rucksack zu stopfen. Brotzeit richten, Tee kochen, Winterklamotten anziehen und um 5:20 Uhr das Haus verlassen, S-Bahn um 5:45 Uhr, Ankunft am HBF MUC kurz nach 6 Uhr. Zug fährt um 6:30 Uhr. Natürlich wieder ganz hinten am Bahnhof. Kalt isses und ich bin müde. JA-WOLL!
Ratternd und schleppend verlässt der Zug aber immerhin pünktlich den Bahnhof – und es ist auch kein komisches Volk, übrig geblieben von der Nacht, im Zug. Perfekt.
Unterwegs regnet es in Strömen und meine Laune steigt ins Unermessliche….währenddessen wird die erste Semmel vernichtet.
Viertel vor Neun bin ich in Seefeld und der liebe Gott ist wieder mal ein Tiroler. Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel, Schnee und kalt ists. Ein Wintertraum!
Am Bahnsteig treffe ich dann auf E. und zusammen machen wir uns auf den Weg zum Stadion, vorher noch schnell ne Postkarte gekauft die gleich noch eine Rolle spielen würde.
Da es mal wieder in aller Herrgottsfrühe losgeht sind noch nicht wirklich viele Leute im Stadion. Man könnte auch sagen es war fast leer! Der Probedurchgang läuft gerade als wir ankommen. Einen schönen Platz gesucht am Zaun und es konnte los gehen. Rumgucken, Fotos machen, sich freuen.
Als der Wettkampfdurchgang lief hielt ich dem lieben Janne Ryynänen aus Finnland die zuvor erworbene Postkarte zwengs Autogramm unter die Nase. Der Edding dazu war ganz offensichtlich ein Fehler, kritzelte „Meiku“ damit doch fast die ganze Karte voll – aber vorher musste er sich noch vergewissern dass auf der anderen Seite kein anstößiges oder sonst inakzeptables Bild sich befand. Aber das Motiv fand offenbar seine Gnade – weil siehe oben!
(Man soll ja immer nachsehen was man unterschreibt – kluger Junge!)
Vielleicht gefiel es ihm ja auch dass ich seinen Vornamen mit richtiger, weil finnischer Betonung aussprach – lannnnnges „n“!
Wirklich erfolgreich waren unsre geliebten Finnen nicht im Springen *seufz* aber die Norweger, Franzosen und Italiener trösteten ein wenig darüber hinweg.
Jason flog auf 113 m – fast ein neuer Schanzenrekord und danach strahlte er wieder mit der Tiroler Sonne um die Wette – was eine Frau im Publikum zu der Aussage veranlasste „A symbathischer Bua!“ Wie recht sie doch hat. Egal zu welchem Land man hält – den Jason mag wohl einfach jeder!!!
Dieser Sprung verschaffte ihm für den Lauf einen Vorsprung von über einer Minute. Nicht wenige Fans waren der Meinung, dieser sei bereits entschieden!
Nach dem Springen stand sofort der nächste Höhepunkt am Programm. Durfte doch das Fanvolk auf die neue Schanze hinauf. Lift fahren und ganz ganz rauf.
E. und ich warteten tapfer eine Dreiviertelstunde und schauten den deutschen Technikern beim Wachseln zu, dabei trugen sie Atemschutz wie die Berufsfeuerwehr München.
Endlich endlich waren wir am Lift und glitten schwerelos nach oben. Oben angelangt kletterten wir noch die letzten Stufen nach oben und genossen eine sagenhaft Aussicht. Mit weichen Knien – auch eine Normalschanze verlangt Respekt ab.
Herrgott war das steil da oben – ich kann gar nicht so viele Hüte aufsetzen wie man vor den Jungs ziehen müsste!!
Wie heißt es in einem Lied der Kastelruther Spatzen so schön?
"Che bella la vita!"
Oh ja, das war es an diesem sonnigen Wintertag!
Nachdem wir uns satt gesehen hatten machten wir uns wieder auf den Weg nach unten um auch den Bauch zu füllen, im Schwimmbadrestaurant.
Vor uns am Lift Fans aus Italien, genauer gesagt aus der Ecke wo man Ladinisch spricht. Klingt sehr sehr gut!! Wie eine Mischung aus Italienisch und Französisch. Aber es erinnerte uns auch wieder schmerzhaft an Simona Senoner.
Als der Bauch gefült und die Postkarte mit Jannes Gekritzel in den Postkasten gestopft war gingen wir noch Richtung Kirche…wieder einmal ein Kerzerl in „Gedenken an…“ aufstellen. Dort in der Kirche saßen schon zwei in Italia-Teamjacken, gebückt und in stillem Gedenken…*schluck*
Gegen halb drei machten wir uns wieder auf den Weg in Richtung Stadion um einen guten Platz zu kriegen, wie immer standen wir unterhalb der Brücke, da wo man die Athleten pro Runde drei Mal sehen kann.
Es gesellten sich noch ein paar weitere Fans zu uns. Es stellte sich schnell heraus dass nicht nur die Damen und Herren von den Medien teils 0, gar keine Ahnung haben, nein, auch das gemeine Fanvolk glänzt durch grandioses Nichtwissen!!
Kostprobe gefällig?
Bitte!
„Tut sich da heut noch was?“ (Natürlich nicht, wir stehen hier zum Spaß)
„ Was machen die da?“ (Sie laufen sich warm)
„Wann geht das weiter?“ (In einer Stunde etwa) „Oh so lang noch!“ (Fan ab)
„Verausgaben die sich jetzt schon total?“ (Ja klar, der Wettkampf dann ist ihnen total egal!)
(Verfasserin dieser Zeilen sagt nicht was ihr durch den Kopf ging)
Wir befestigten unsere Fahnen am Zaun und freuten uns auf den Lauf.
So richtig spannend versprach es ja nicht mehr zu werden, also konzentrierten wir uns auf das Geschehen hinter der Spitze.
Doch nicht nur die Spannung fehlte, sondern auch unsere Finnen, wie sich bald herausstellte *heul*.
Später am Abend stellte sich dann heraus dass Janne und Hannu krank gewesen waren und Joni hatte den LL nicht beendet. Dann wurde uns auch klar warum Janne so dick eingepackt herumgelaufen war.
Es kam dann auch wie vermutet, Jason gewann! Zu unserer großen Freude landeten zwei Norges auf dem Stockerl, Magnus und Mikko. Jan wurde 5. und auch die Italiener schnitten richtig gut ab, besonders Lukas Runggaldier. Das Team aus Italien brachte drei Läufer unter die besten 16, so gut waren sie lange nicht.
Wir schauten uns noch die Ehrung der Sieger auf der Großbildleinwand an, machten Fotos derselbigen und dann machten wir uns auf den Weg Richtung Seefeld Hauptbahnhof um die Reise in Richtung Heimat anzutreten.
Auf dem Weg aus dem Stadion kamen wir an einem sehr zutraulichen Hund vorbei. Hundi gestreichelt, Hund schleckt mir die Hand ab. Wir weiter gegangen, ca. 50 m – Moment mal, Hunde-Herrchen hatte Italia-Jacke an. Kehrtwende, E. fragt Hundeherrchen (Giuseppe Michielli) nach Foto. Am Ende bedankt sich der Athlet beim Fan fürs Foto.
Kombi, wir lieben dich!
17:15 Uhr sitzen wir beide im Zug. Kaum das meiner wieder deutschen Boden unter den Rädern hatte, stehen zwei streng schauende Bundespolizisten im Wagon und wollen meinen Ausweis sehen. Jaja, es sind doch andere Zeiten zurzeit.
Aber da ich ja nix zu verbergen hatte, Ausweis gezeigt und gut wars.
19:27 Uhr Ankunft MUC HBF und um 20 Uhr bin ich zu Hause.
Rucksack ausräumen, Fotos hochladen, Forum nachlesen und wie ein Stein ins Bett gefallen.
2. Tag, Sonntag, 16.01.2011
Diesmal erst um 6:30 Uhr, also um eine wesentliche christlichere Zeit als am Vortag fällt der Münchner Kombifan aus dem warmen Bette.
Same procedure as yesterday, Rucksack packen, anziehen und zum Bahnhof. Zug fährt um halb neun. Ankunft im schönsten aller Weltcuporte um 10:45 Uhr. Beine unter die Arme genommen und in neuer Rekordzeit über vereiste Straßen in Richtung Stadion geschlittert. Ankunft dort 11 Uhr.
Vor mir leider schon eine ganze Menge Fans, in Pelzmänteln, unüberhörbar aus dem nördlichen Teil meines schönen Heimatlandes und ebenso ahnungslos wie die Typen gestern beim Lauf.
Kostprobe?
Bitte!
„Ach gestern das war der erste Durchgang und jetzt das ist der zweite?“ (Nein, das war gestern ein Wettkampf und heute ist noch einer) „Ah ja…“
„Wer war das jetzt?“ (Frau hat Startliste in der Hand)
Warum stehen die Leute die keine Ahnung haben ganz vorn und nehmen den echten Fans die Sicht? Sowas gehört verboten!
Der erste Höhepunkt aus meiner Sicht folgt sogleich. Hannu ist wegen seiner Ausbildung zurück nach Suomi (mit dieser Nachricht kann ich zum ersten Mal im ahnungslosen Publikum glänzen) und auch Joni ist scheinbar lieber im warmen Bettchen verblieben.
Also alle Hoffnungen auf Janne Pekka Ryynänen gesetzt. Dieser junge Mann aus Rovaniemi trägt die ganzen Hoffnungen eines erfolgsverwöhnten Landes auf seinen gerade erst 23 Jahre alt gewordenen Schultern…zu beneiden ist er nicht…
Diesmal ist alles enger beisammen als noch am Tag zuvor. Janne erwischt den Sprung gut und hat am Ende nur 24 sec. Rückstand auf Jason, der wieder mal den Sprunglauf gewinnt.
Ob er aber starten würde war noch nicht sicher, das hatte ich abends noch auf yle und mtv3 gelesen.
Aber zurück zu den ahnungslosen Fans. Selbige interessierten sich nämlich ausschließlich für die Athleten des DSV. Den Sprung von Jason am Ende verpassten sie somit total und bekamen daher auch das Endergebnis nicht mit. Und dann wussten sie nicht mal wer wer ist von den deutschen Jungs. *kopfschüttel*
N. machte sich nun auf den Weg in Richtung Bahnhof um dort E. abzuholen. Anschließend erwarb meinereiner noch drei Ansichtskarten, in einem indischen Klimmbimm-Laden, in dem man noch mit Taschenrechner agierte und das Wechselgeld in einer antiken Blechdose sich befand. Aber immerhin bekam ich die richtigen Briefmarken.
E. und N. schritten mal wieder zum Essen, wieder ins Schwimmbad. Dort bekamen wir noch ein echtes Schauspiel geboten – Österreicher beim Verfolgen eines alpinen Skirennens im TV.
20 Mann gebannt vor dem Bildschirm. Nichts und niemand konnte sie dabei stören.
Am Ende sprang zwar kein Sieg heraus aber man war trotzdem zufrieden.
Während dem TV-gucken gegessen, Karten geschrieben und wieder ins Stadion. Draußen Traumwetter, warm, sonnig, blauer Himmel – ein Bilderbuchtag, ein wahr gewordener Wintertraum. Nichts und niemand konnte uns die Laune verderben an diesem perfekten Tag.
Im Stadion angekommen standen wieder die Ladiner neben uns und diesmal sogar einer der Aktiven, Armin Bauer.
Und auch die nichtwissenden Fans waren wieder da und stellten doofe Fragen.
Kostprobe?
Bitte!
„Wie viele km laufen die und wie lang dauert das?“ (4 Runden à 2,5 km, dauert insgesamt etwa 26 Minuten)
Fan rechnet im Kopf…(Nein, nicht 4 x 26 Minuten, insgesamt so lang)
Aber immerhin wurden wir von ihnen als Experten bezeichnet!! *runtergehwiehonig*
Als dann auch noch ein gewisser Janne auf der Bildfläche erschien war der LL gerettet (dachten wir wenigstens)
Eins war lustig: Janne R. beim Versuch des Warmlaufens im LL. Steht ungefähr 50 m von uns weg, mit dem Rücken zu uns. N. sagt zu E. er solle sich umdrehen weil ich ein Foto machen wolle.
In dem Moment dreht er sich tatsächlich um und guckt uns an!
Kann er etwa Deutsch?
Leider hielt das Glück nicht lange an da er das Warmlaufen recht schnell beendete und der Physio-Co-Trainer Jari Hiekkavirta die Skier Richtung Teambus schleppte.
Dann kam auch Janne, mit einer riesigen Skitasche – Aufschrift „One Way“ – tja wo geht sein Weg, der Weg der finnischen Kombi hin…Wenn Anssi nicht zurück kommt ist die Sache vermutlich am Ende.
Am Abend las ich dann auf den wohlbekannten Internetseiten aus Finnland dass Janne seit Schonach eine Bronchitis habe und man in Hinblick auf die WM nichts habe riskieren wollen. Zu allem Überfluss habe dann auch noch Joni in der Nacht auf Sonntag das gleiche aufgeschnappt.
Nun gut, dann gewinnt halt nächstes Jahr ein Finne!
(Das sagen wir uns nun auch schon jedes Jahr…...)
Kurze Zeit später krächzte es dann auch aus den Lautsprechern dass Janne nicht mehr starten würde. Es sei ja total unverständlich, so der Sprecher…wie wäre es mal hinzugehen zu den Finnen und nachzufragen wieso? Die können gut Englisch!! ;)
Nun gut, so beschlossen wir, dann halt alle Anfeuerungskraft an Team NOR und ITA und auch für Jason und Tommy Schmid! Fahnen aufgehängt und auf den Start konzentriert.
Am Ende hatte dann Magnus „Rennsemmel“ Moan wieder mal alles in Grund und Boden gelaufen und gewann das Rennen vor Jason und David Kreiner. Ganz knapp dahinter Lukas Runggaldier. Alles freute sich für David, nur wir zwei waren ein wenig enttäuscht. Ein Stockerlplatz hätte die Italiener ein wenig auf andere Gedanken gebracht. Aber sie schienen sich auch so zu freuen, feierten sie doch als habe Lukas gewonnen!
Wir schauten uns die Siegerehrung auf der Videowand an und machten uns dann schließlich auf den Weg zum Bahnhof um die Heimreise anzutreten.
Aber nächstes Jahr, da gewinnt ein Finne! Ganz sicher!!
Sonntag, 7. Februar 2010
Kombi-Weltcup 2010 in Seefeld
Im Jahre 2009, am Sonntag nach dem Weltcup zu Seefeld standen A., B. und N. am Bahnhof zu Seefeld in Tirol. Sehnsüchtig auf die Berge und den Schnee blickend wurde sich geschworen zum nächsten Weltcup länger als nur eine Nacht in der eigentlichen und wahrhaftigen Perle Tirols zu verbleiben.
Tja, wie gesagt wir hatten es vor…
Dann bekam Seefeld wieder mal den fantastischen Termin vorm Großereignis. Danke FIS. Somit würden also viele Athleten dem schönsten, lautesten, sonnigsten, schlechtwettrigsten Weltcup zwischen Alpen und Ostsee (neben Ramsau) fernbleiben.
Als nächstes verzog B. aus dem schönen Bayernlande.
Und als ob als dies nicht schon reichen würde sagte A. krankheitsbedingt ab.
N. fährt also alleine. Ohne Übernachtung. Samstag und Sonntag jeweils ein Tagestripp.
Naja besser als nichts. Ganz allein werde ich ja nicht sein. E. aus IBK kommt. Und evtl. auch noch J. und R.
Vielleicht nächstes Jahr zwei Nächte?
Aber ratet, wer da wieder den Termin vor der WM hat? *kotz*
Team Finnland hat seine Teilnahme für heuer schon mal abgesagt.
Feuern wir halt die Norweger an. Oder die Franzosen. Oder die Italiener. Oder die Weitenrichter. Oder das Rote Kreuz.
……………
Vorläufige Übersicht ist raus. 14 Nationen werden teilnehmen. Bis auf FIN und USA alles da. Doch nicht so schlecht wie wir gedacht hatten.
Wir hatten schon damit gerechnet, Athleten aus sonst wo anfeuern zu müssen.
Capverdische Inseln? Surinam? Tadschikistan? Luxembourg? So in der Art halt.
Es wurde dann für mich ein Weltcup mit Anssi-Gefühl. Häh – wird sich die werte Leserschaft nun fragen. Was soll das heißen?
Nun, d.h. heißt N. war krank am Start in Seefeld. Am Donnerstag vorm Weltcup erkältet als ich 50 Minuten im eiskalten Wind am Bahnhof stand und lange vergeblich auf den Zug gewartet hab. Schlapp fühlte ich mich, hustend, schniefend, dröhnender Kopf und schmerzende Ohren.
Aber egal, Seefeld muss sein – und wenn wir den Kopf unter den Armen tragen. Wir fahren da hin. Wenn die Athleten halbtot antreten können dann können wir das auch. Jawollja!
Tag 1 – Samstag, 30.01.2010
Gesagt, getan. Rucksack gepackt, morgens noch heißen Tee und was Essbares dazu. Um 4:50 Uhr aus dem Bett gefallen, um 6:30 Uhr ging der Zug am Bahnhof. Mit nur sechs Minuten Verspätung verließ einer der ältesten Züge *ächz* *stöhn* *quietsch* im Fuhrpark der Deutschen Bahn AG den Bahnhof der bayerischen Landeshauptstadt. Und wie fast bei jeder Fahrt hatte ich mal wieder vergessen dass nur die ersten drei Wägen bis nach Ö durchfahren würden. Ich saß im vierten…nen fetten Dank an die freundliche Schaffnerin. Ich also weiter nach vorn gelaufen und nur noch einmal zurück um die vergessene Brotzeit abzuholen. *gg*
Drinnen wars warm, draußen kalt und der Pulverschnee staubte im Fahrtwind. Um kurz nach halb 9 war ich dann in Seefeld. E. wartete schon am Bahnhof und zusammen ging’s zum Schanzenstadion. Dank der TT-Club-Karte bekamen wir zwei Zwei-Tages-Karten zum Preis von einer. Feinfein. Wir stapften über die Skipiste zur Schanze da joggte ein ÖSV-Athlet an uns vorbei und wünschte uns freundlich einen Guten Morgen.
Danke Mario, ebenfalls. Vor ein paar Jahren hatte Berni Gruber das Gleiche getan.
Ich liebe diesen familiären Weltcup!!
Fahnen am Zaun befestigt, bissl Tee zum Aufwärmen getrunken.
E. hatte ein kleines Plakat dabei, Geburtstagswünsche für eine kleine Verwandte im schönen Italien. Selbiges ließ sie sich von den Athleten unterschreiben. Guiseppe Michielli erkundigt sich erfreut um wen es sich dabei handele. Alessandro Pittin unterschrieb ohne Nachfrage. Dachte wohl, ist italienisch, wird schon passen, unterschreib ich mal. Willy Denifl griff zum Stift mit den Worten „Werischmarddina?“
Halb zehn ging die Probe los, halb elf der Wettkampfdurchgang. Vor Beginn wurden dann wie jedes Jahr noch die Österreicher persönlich begrüßt und dem Publikum wurde verkündet wer wen zum Anfeuern dabei habe. Bei den meisten war es PapaMamaBruderSchwesterFreundinOmaOpaTanteOnkelHundKatzeGoldfischWellensittich.
Eine Schrecksekunde war der Sturz von Tino Edelmann in der Probe. Alles hoffte dass sich der junge Athlet vom deutschen Team nicht verletzt hatte so kurz vor Olympia.
Außerdem gab es vor dem Wettkampf noch ein paar aufgezeichnete Athleten-O-Töne zu hören. Alessandro Pittin redete eine ganze Weile, Sprecher übersetzte. E. übersetzte mir danach was der gute Alessandro wirklich gesagt hatte. *gg*
Ganz Seefeld untypisch schneite es übrigens. Am SAMSTAG! In Seefeld schneit es normalerweise nur am SONNTAG! Wer uns das nicht glaubt der schaue sich die Ergebnixlisten der FIS an (ja genau, Ergebnix, weil Ergebnisse am Sonntag gab es in Seefeld die letzten Jahre des Öfteren nix.)
Oder fragt Jan Andreas Schmid vom norwegischen Team. Keine Angst, er kann Deutsch. Weil er nämlich eigentlich Schweizer ist. Ja auch wenn das komisch klingt es ist so.
Jans kleiner Bruder, der Tommy, der übrigens immer noch Schweizer ist, hatte einen Supersprung und grinste wie Anssi bis über beide Ohren danach. Liegt diese gute Laune etwa am Geburtsjahr 1988? *grübel*.
Tommy also war nach dem Sprung 6. Jan 11. Sah ja mal ganz gut aus. Die Italiener lagen nach dem Springen nicht so gut, außerdem waren mal wieder gefühlte 10 Ösis unter den besten 5. (Hört das denn nie auf?????????????) Die Deutschen waren auch nicht schlecht wir aber guckten eher nach andren Nationen.
Meinereiner nutzte die Chance und holte sich endlich das Autogramm von der fehlenden Schmidx2-Hälfte auf die Fahne. Tommy freute sich wie ein Schneekönig drüber und kritzelte seinen Namen drauf.
Nach dem Wettkampfsprung machten E. und N. sich auf zum Essen, ins Seefelder Schwimmbad, unter Insidern auch als schnellstes Restaurant der Welt bekannt!
Aber diesmal ging’s ganz schnell. Wir blieben ne Weile dort, wärmten uns auf, schrieben Karten, schauten Fotos auf der Digicam an usw.
14:45 Uhr stand der Lauf an und wir machten uns gegen 14 Uhr auf zum Stammplatz an der Loipe. Kurz vor dem Start waren wir dort. Am Ende gewann Eric Frenzel vor Stechus und Akito Watabe aus Japan. Unsere Favoriten landeten auf 8 (Alessandro Pittin), 14 (Jan Schmid), 17 (Guiseppe Michielli) und 27 (Tommy Schmid). Nicht schlecht aber Luft nach oben. Tommy freute sich aber bestimmt über seine Weltcuppunkte.
Nach dem Lauf, dem Verfolgen der Flower Ceremony und noch ein bissl dumm an der Loipe rumgucken machten wir uns dann auf den Weg zum Bahnhof wo wir beide um 17:15 Uhr unsere Züge nach M. bzw I. bestiegen. Tierisch aufgeheizt war meiner, ich fühlte mich wie in der Sauna. Um 20 Uhr war ich daheim. Fotos hochladen, bissl im www rumstöbern und dann ab ins Bett.
Tag 2- Sonntag, 31.01.2010
Nach einer mehr oder weniger erholsamen Nacht machte N. sich wieder auf den Weg zum Bahnhof um von M. nach S. zu fahren, diesmal allerdings zwei Stunden später als am Vortag. Diesmal schien die Sonne. Nach etwa einer halben Stunde Fahrt erreichten wir den Starnberger See der in der kalten Wintersonne glänzte. Wunderschön! Es versprach ein schöner Tag zu werden. Nach guten zwei Stunden Fahrt kletterte meinereiner um 10:30 Uhr in Seefeld aus dem Zug und machte sich wiederum auf den Weg zur Toni-Seelos-Schanze. Diesmal würde R. erst zum Lauf kommen.
N. machte sich also allein auf zur Schanze. Diesmal war echtes Kaiserwetter. Gott war an diesem Tage ganz bestimmt ein Tiroler. Blauer Himmel, Sonne, Schnee. In der Probe stand ich nur in zweiter Reihe, zum Wettkampf dann aber ganz vorn. Um mich rum nur Deutsche.
Ich zitiere: „Oh gugge mo, do Kürscheisen“. „Oh, do Fränzel“ (Ich wähnte mich schon in Klingenthal). Fest in sächsischer und nordrhein-westfälischer Hand das Ganze. Ach ja, so ein, zwei Ösis waren dann auch noch da!
Mein Platz war aber perfekt zum Foto-Machen.
Stand nach dem Sprung am Sonntag: Berni vor Eric und Bieles. Unsere Favoriten lagen auf 6 (Alessandro Pittin), 12 (Jan Schmid), 21 (Tommy Schmid) und 29 (Guiseppe Michielli). N. machte sich auf den Weg zum Bahnhof wo E. bereits wartete. Zusammen gings zum Mittagessen ins Café Peintner. Es gab Schinken-Käse-Toast. Dazu in meinem Falle Almdudler bzw. Saft bei E.
Frisch gestärkt und aufgewärmt wieder zurück zur Loipe. Diesmal eher um dem Warmlaufen beiwohnen zu können. Wieder die Fahnen am Zaun befestigt, den Norge-Elch dazu.
Im Ziel lag dann Stechus vorn, vor Eric und Alessandro vorn <- *freu*!
Jan war Vierter geworden im spannenden Zielsprint. Alles freute sich über Stechus Sieg, nur wir nicht. Wirklich schade dass es nicht für eine Podiumsplatzierung für den Jan gereicht hatte. Giuseppe war Elfter geworden und Tommy 21., der damit seine Platzierung nach dem Springen exakt gehalten hatte. Ein ganz guter Tag also für unsre Helden. Wir verfolgten noch die Siegerehrung auf der Videowand. Danach löste sich die Geschichte langsam auf, E. fetzte noch dem Alessandro hinterher für ein Foto.
Abgerundet wurde der Tag dann noch als E.s Handy piepste und in der SMS ein ausgesprochen erfreuliches Ergebnis des Skiflug-Weltcups in Oberstdorf verkündete. Kein Sieg von GS diesmal. Perfekt.
Im Zug Richtung Heimat war es dann heißer als in einer Sauna und von oben tropfte mir das Tauwasser von den Snowboards in den Kragen.
Ich liebe billige Regionalzüge…
Wir freuen uns jetzt schon auf nächstes Jahr in Seefeld. Gerüchten zufolge werden dort noch heuer zwei neue Schanzen gebaut, die alte im Frühjahr gesprengt und der Weltcup der kommenden Saison auf Anfang Januar vorverlegt.
Wär toll wenn mal nicht Seefeld den Termin vor der WM hätte.
Montag, 21. Dezember 2009
Weltcup der Nordischen Kombination 2009 in Ramsau am Dachstein
Vorwort
Nachdem wir es letztes Jahr dort so gut gefallen hat, wir Schnee hatten, Schnee fast bis zum Autodach, Schnee bis zum Abwinken, der Ort und die Unterkunft so fein waren mussten wir dort unbedingt wieder hin.
Dass eine von uns nun leider fast 1000 km weit weg wohnt und somit die Anreise ein wenig weiter ist spielte bei den Planungen eine nur untergeordnete Rolle. Wozu gibt es Flugzeuge?
Auch die Aussicht auf ein WE ohne allzu viel Schlaf – kein Problem. Was tut man nicht alles für den Sport??
Also wurde Flug gebucht, Zug ebenfalls, Fahrtroute ausgedruckt, Proviant eingekauft – und jeden Tag mit Bangen und Hoffen auf den Wetterbericht geschaut. Es lag nämlich kein Schnee im Zielgebiet und viel zu warm für Kunstschnee war es auch.
Uns wurde langsam angst und bange………….
Aber der Kombigott schien mit uns zu sein und eine Woche vorher wurde es kalt und es fing an zu schneien, vom Himmel und aus den Kanonen, wie uns die Ramsauer WM-Webcam verriet.
Also werden sich N. und B. am Morgen des 19.12.2009 wieder auf den Weg von Joki nach Ramsau machen.
Tag eins in Ramsau am Dachstein – Leise rieselt der Schnee und interessanter schweigsamer Nachbartisch beim Mittagessen
Freitagabend traf B. planmäßig bei N. ein und beide machten sich Samstagmorgen dann auf den Weg von Klein-Joki auf den Weg nach Klein-Ramsau. Schon in München herrschte wunderschönstes Winterwetter und wir freuten uns immer mehr.
Fahrt ging gut, der einzige Nervenkitzel war die 7 km lange Serpentinenstraße von Schladming nach Ramsau. Aber auch das meisterte das Auto tapfer.
Diesmal waren wir auch superclever und parkten an der Hauptstraße und nicht unten an der Schanze. Einen Audi 80 wollten wir dann doch nicht die Straße raufschieben und uns ebenso wenig wieder zum Affen machen.
Also an der Schule geparkt, Winterverkleidung angezogen und auf den Weg zur Schanze gemacht.
8 €uronen bezahlt und schon standen wir an der Schanze, am gleichen Platz wie im Jahr zuvor. Wie im Jahr zuvor schneite es und den Dachstein sahen wir auch nicht, ebenfalls wie im Jahr zuvor.
Ach ja, habe ich schon erwähnt das es schneite?
Also gut, für alle die es noch nicht gelesen haben, es schneite in R. am D. Zwar nicht ganz so viel wie im Jahr zuvor, aber es schneite.
Wetter war also eher mittelprächtig und so lief es auch für unsre Favoriten aus FIN und NOR. Wenigstens waren Jason Lamy Chappuis und Jaakko Tallus vorn dabei, das tröstete ein wenig.
Stand nach dem Springen:
Tino Edelmann
Taihei Kato
Jason Lamy Chappuis
Jaakko Tallus
Janne lag auf 14, Anssi auf 39 und Lauri auf 41…keine allzu guten Voraussetzungen also… Aber seine Abneigung gegen die kleine Ramsauer HS 98-Schanze hatte Anssi ja bereits in seinem Blog und auf Facebook ausreichend kund getan.
Wir machten uns nach dem Springen also auf zum Mittagessen, dahin, wo der ganze Weltcupzirkus (oder apinasirkus wie Anssi sagen würde) zum Essen geht. Wir steuerten einen Tisch in einer ruhigen Ecke des Lokals an. Ganzes Graffl dort abgelegt, hingesetzt, durchgeschnauft und Blick nach links gerichtet wer da noch so ist, ob man evtl. jemanden kennt, ich mein, wir waren ja nun schon öfters bei solchen Veranstaltungen usw........
Dort auf dem langen Tisch standen zwei „reserviert“-Schilder und eine finnische Fahne. Kurz danach traf dann Janne Pekka Ryynänen am Tisch ein (beim Ruhpoldinger Weltcup dereinst Röönänen genannt, worauf er das Antreten im Laufen verweigerte). Wir hofften auf die Chance, unsere Fähigkeiten im Finnisch-Verstehen zu verbessern. Da hatten wir die Rechnung aber ohne den Wirt bzw. die Finnen gemacht. Die hatten nämlich keine Lust zu reden, auch dann nicht als alle da waren, also alle bis auf Anssi und Lauri, die gar nicht auf der Bildfläche erschienen. Selbst die Trainer und Physio Jari sagten nix. Vermutlich mochten sie Spaghetti Bolognese nicht. Merkwürdigerweise aßen sie (also Trainer und Physio) sowie Jaakko am nächsten Tag aber wieder das Gleiche)…
Die ja wirklich nette Bedienung versuchte die Finnen im schönsten Steirer Dialekt anzusprechen. Jari schaute wie eine Kuh wenn’s blitzt. *gg* Trainer Kimmo scheint aber zumindest ein wenig zu verstehen.
Janne gab folgende zwei Wörter „kaks pistettä“ von sich und widmete sich dann seinen Spaghetti. Ob „zwei Punkte“ sein Ziel für den Tag waren ist bis heute ungeklärt, falls ja, übertraf er es aber, er holte nämlich deren drei! Und neben dem Essen sah er, das muss an dieser Stelle zugegeben werden, verdammt gut aus. Und verdammt nordisch. Und schweigsam.
Während dem Essen lief im TV dort Skispringen. Immer mal wieder sah man einen der Finnen aufstehen und zufrieden grinsen. Aha, dachten wir uns, klug wie wir nun mal sind, ist wohl grad ein Finne gesprungen.
Wir widmeten uns also ebenfalls dem Essen, sprich Spaghetti Carbonara (kann ich nicht empfehlen, total trocken) sowie Grillwürstel mit Pommes. Unsre kalten Hände wärmten wir uns an einer heißen Schokolade.
Nachdem wir uns also gestärkt hatten machten wir uns auf den Weg zur Loipe und hofften auf Resultatsverbesserung der Nordländer. Diese wurden aber bereits nach gut 3 km zum ersten Mal enttäuscht, als wir aus den Augenwinkeln sahen wie auf der andren Seite der Loipe einer der Finnen die Segel strich. Anssi, wie sich später herausstellte. Später gab dann an derselben Stelle noch einer auf, diesmal Jaakko.
Später erfuhren wir dann per sms aus Deutschland dass alle Finnen schlechte Skier gehabt hatten.
Endergebnis:
Jason Lamy Chappuis
Tino Edelmann
Alessandro Pittin
Die zwei verbliebenen Finnen landeten auf 28 (Janne Ryynänen) sowie 51 (Lauri Asikainen).
Ein wenig ernüchtert machten wir uns auf den Weg in die Pension, die sich als sehr schön herausstellte. Wir bekamen ein Zimmer mit Blick auf die Schanze!!! Cool!!
Wir schauten uns die Sportschau im TV an, der Spieltag hatte für beide von uns einen erfreulichen Ausgang, sowohl der FC Bayern wie auch Borussia Dortmund hatten gewonnen.
Abends als wir wieder ein wenig ausgeruht, aufgetaut und getrocknet waren machten wir uns auf den Weg zur Ehrung der Sieger zum Dorfplatz. B. kaufte Maroni für 2 €. Bekommen haben wir dafür eine ganze Tüte voll. Wunderbar. Wir lauschten andächtig der Hymne Frankreichs, Jason freute sich wie er es immer tut, wir freuten uns auch, der Schnee fiel sacht und leise vom Himmel und es war einfach nur wunderschön. Danach gab es noch ein Feuerwerk zu den Klängen von Conquest of Paradise.
Die Schanze war noch immer hell erleuchtet und so beschlossen wir selbiger noch einen Besuch abzustatten. In einem der Container unten brannte noch Licht und nach einem kurzen Blick auf die Türe fragten wir uns ob die armen Finnenjungs wohl dort übernachteten?
Wir machten uns dann wieder auf den Weg nach oben, auch um einen verlorenen Handschuh zu suchen. Er fand sich dann auch, von einem lieben Mitmenschen auf eine Bank gelegt! Kiitos!!!
Danach wieder zurück in die Pension, geduscht, noch bissl TV geschaut, für den nächsten Tag vorbereitet und dann ab ins Bett.
Tag zwei in Ramsau – hirvee pakasta! oder ein kompletter Wettkampf bei der Kombi und das am Sonntag!
Sonntagmorgen als erstes der Blick aus dem Fenster =>
Sonne!
Strahlender Sonnenschein!
Blauer Himmel!
Kein Schneefall!
Vom Balkon unseres Pensionszimmers bester freier Blick auf die Schanze direkt gegenüber!
Unfassbar! Es war Kombi, es war Sonntag und das Wetter war gut. Wir konnten es nicht fassen.
Wir packten unser Graffl zamm, kochten Tee und Suppe für einen langen kalten Tag an der Schanze und Loipe und machten uns auf den Weg zum Ort des Geschehens. Wieder 8 € bezahlt und wieder standen wir am angestammten Platz unter der großen Videowand.
Das Wetter war kaiserlich, wunderbar, herrlich.
Aber deutlich kälter war es….Mützen und Buffs waren die gefragtesten Kleidungsstücke..sogar die finnischen Trainer auf der andren Seite der Schanze versuchten sich durch Herum hüpfen warm zu halten.
Und wenn es sogar Finnen!!! kalt ist, dann, so beschlossen wir, durfte uns auch kalt sein. Wobei es eigentlich nur die Finger und die Zehen waren, die zu Eis wurden, der Rest ging. Diesmal waren auch die Weiten auf der Schanze vielversprechender, also zumindest aus Sicht der Nordlandfans.
Der Probesprung war interessant. Uns direkt gegenüber standen zwei vom finn. Team. Wenn einer der Jungs mit seinem Sprung in Führung gegangen war, wurden ihm die Skier getragen, wenn nicht musste der Athlet selber schleppen. Heut lief es schon in der Probe besser für Finnland und Norwegen.
Kalt war es, richtig kalt. Anssi und Janne standen am Auslauf, dick verpackt, mit warmen Getränken in der Hand. Aus unseren Zehen wich langsam aber sicher jedes Gefühl von Wärme und Leben…
Endlich ging es mit dem Wettkampf los. Wärmer wurde uns dadurch aber auch nicht direkt. Wir zählten die Springer, wie viele noch bis zum Mittagessen…
Ergebnis Sprung:
Jason Lamy Chappuis
Jan Schmid *freu*
Christoph Bieler
Janne Ryynänen *freu*
Die übrigen Finnen landeten auf den Plätzen 10 (Jaakko Tallus), 16 (Anssi Koivuranta) sowie 26 (Lauri Asikainen).
Wir machten uns also wieder auf zum Essen und bekamen wieder den Tisch neben den Finnen. Diesmal war aber nur Jaakko da, Spaghetti in sich rein schaufelnd. Vor dem Lokal hatten wir noch Lauri gesehen. Jaakko verließ die Örtlichkeit nach dem Essen. Jaakko ging, Jari kam. Bedienung auch und die Bedienung schien inzwischen gelernt zu haben dass der (wenn man nach Facebook und Anssis Blog geht) weltbeste Physio der Welt kein Deutsch kann.
Das Wort „Bolognese“ verstand er dann aber. Diesmal unterhielten sich die Finnen sogar, aber diesmal war es im Lokal zu laut als das wir hätten etwas verstehen können..*grmpf* *motz* *mecker*
(Verfasserin dieser Zeilen wird sich im März unbedingt wieder zum Finnischkurs anmelden).
Wir aßen diesmal beide Grillwürstel mit Pommes, dazu wieder Kakao zum Händewärmen.
Nach dem Essen zogen wir wieder alle möglichen Schichten warmer Kleidung an und machten uns auf den Weg zur Loipe. Wir stellten uns diesmal ein ganzes Stück weiter hinten hin, weg von den ohrenbetäubenden Lautsprechern. Außerdem konnten wir von unserem Plätzchen aus einen großen Teil der Laufstrecke einsehen.
Es wurde immer kälter. Die Sportler waren total vermummt, die vier Finnen waren absolut nicht mehr voneinander zu unterscheiden. Und auch wir hatten Mützen, Schals, Buffs tief ins Gesicht gezogen. Dem Himmel sah man an wie kalt es war. Laut FIS waren es -11°C aber mir kam es wesentlich kälter vor.
Um 15:45 Uhr wurde der Lauf gestartet und es war wieder superspannend. Dauernd wechselte die Führung. NOR, AUT, FIN, GER – ein munteres Wechselspiel in der Loipe. Den Finnen an der Spitze hielten wir lange Zeit für Janne…*schäm*
In der letzten Runde machten wir uns auf zu Start und Ziel um den Einlauf hautnah miterleben zu können. Auf einem großen Schneehügel stehend sahen wir Kirche, Magnus, Felix und Anssi um den Sieg kämpfen. Am Ende wurde es (zu unserer Enttäuschung) Kirche vor Magnus und Felix. Anssi wurde Vierter und damit hoffentlich ein bisschen versöhnt mit Ramsau und dieser komischen kleinen ungeliebten Schanze.
Janne wurde 15., Jaakko 24. und Lauri schien es unterwegs zu kalt geworden zu sein. Jedenfalls kam er nicht ins Ziel.
Wir drängten uns noch näher ans Ziel, zum Fotos machen und ich wollte mir mein Kombi-Jahrbuch noch vom letzten Gesamtsieger signieren lassen.
Beides gescheitert. Wenigstens „Mangusti“ konnte ich noch erwischen und er unterschrieb auf dem Büchlein.
Als die Sportler dann weg waren machten wir uns auf den Weg zum Auto um die Heimreise anzutreten, die dann auch problemlos von statten ging. Einzig die Serpentinenstraße verursachte doch einigen Nervenkitzel…
Joa.
Wir freuen uns aufs nächste Jahr.
Sonntag, 22. November 2009
Pläne für den Winter
Samstag und Sonntag 19.12/20.12.2009 Nordische Kombination Ramsau am Dachstein
Freitag, 01.01.2010 Vierschanzentournee Garmisch-Partenkirchen
Samstag und Sonntag, 30.01/31.01.2010 Nordische Kombination Seefeld
Joa.
Wehe das Wetter spielt nich mit!
Teil 1 und 2 wettertechnisch in Ordnung gewesen. Rest bitte auch noch so Petrus!