Sonntag, 23. Oktober 2016

Pläne für den Winter (Kombi und Spezialspringen)

Spezialspringen:

02.12.2016 - 04.12.2016 Weltcup Klingenthal

14.01.2017 - 15.01.2017 Continentalcup Garmisch-Partenkirchen

Nordische Kombination:

16.12.2016 - 18.12.2016 Weltcup Ramsau

27.01.2017 - 29.01.2017 Weltcup Seefeld

17.03.2017 - 19.03.2017 Weltcup Schonach 

Zimmer sind gebucht, Fahrkarten gedruckt, Urlaubstage genommen. GAP werden zwei Tagestouren.

Wehe es schneit nicht. 

Und n kleiner Hinweis an die Lieblingsnationen bzw. -athleten: 

Wir verzichten für euch auf Schlaf, Erholung am Wochenende, das heimische Bett und regelmäßige Mahlzeiten. 
Stattdessen geben wir, um euch zu sehen, einiges Geld aus und sitzen uns in diversen Zügen, Bussen und Taxen den Hintern breit und stehen uns vor Ort die Füße platt.

Wir hoffen auf entsprechende Würdigung in Form erfreulicher Ergebnisse von euch.

Danke. 

Montag, 5. September 2016

Kombi Sommer Grand Prix Oberwiesenthal und Oberstdorf 2016

Kombi Sommer Grand Prix Oberwiesenthal und Oberstdorf 2016


Oberwiesenthal, Freitag 26.08.2016 – Sonntag, 28.08.2016


Freitag, 26.08.2016 – Sänk ju for träwelling wis Deutsche Bahn. Not!!


Dies war der Plan. Mehr zur Realität im Verlaufe des Berichts. 

Wir schreiben Freitag, den 26.08.2016. 

N. hat Urlaub. Da sie aber eine Reise durch ganz halb Deutschland vor sich hat, steht sie noch ein wenig eher auf als an einem normalen Arbeitstag, nämlich um 5:20 Uhr. Haus verlassen um 06:05 Uhr, Bus 06:12 Uhr. Zug ab MUC Hbf um 07:20 Uhr.

Da es eine lange Reise werden sollte durchs schöne Heimatland, hatte N. eine ganze Weile vor der Reise einen Sparpreis bei der DB gebucht und würde somit bis Nürnberg ICE fahren können. N. freute sich. Also über den schönen Zug. Ein bisschen entspannen, bevor es ab NBG stressig werden würde. Sieben Minuten hätte ich dort zum Umsteigen gehabt. Und als ob dies nicht schon knapp genug gewesen wäre, hätte ich auch noch von Gleis sieben auf Gleis 20 gemusst. Fast ein Ding der Unmöglichkeit. Erst recht mit Koffer.

Und in Hof ganze vier Minuten zum Umsteigen. Oh yeah. Che bella la vita…

Bis Greding ging auch alles gut. Dann stand der ICE. Nix ging mehr. Die Verspätung 
wurde größer und größer. Wenigstens war es noch früh am Morgen und somit blieb es angenehm kühl im Zug mit dem kalten Namen.

N. machte Fotos von der in der Sommerhitze ausgedörrten mittelfränkischen Landschaft, las in der Zugzeitung, schrieb SMS an verschiedene Leute, aß Süßigkeiten, trank etwas.  Leider gab es kein Netz um im Internet zu surfen.

Nach einer ganzen Weile kam von Seiten des Zugpersonals die Auskunft, dass der vordere Triebwagen des ICE leider kaputt gegangen sei. Man müsse die Leute aus diesem Zugteil evakuieren, auf einen Ersatzzug warten und dafür natürlich auch die Strecke sperren und dann den defekten Zugteil natürlich auch abschleppen.

N. saß im hinteren Zugteil und war sich nicht sicher, ob sie gerne vorne gewesen wäre. So ne Evakuierung auf freier Strecke wäre bestimmt mal spannend gewesen.

Das mit dem Umsteigen in NBG in den ursprünglich geplanten Zug war schon lange Essig. S. per SMS informiert, die ein paar Tage Urlaub in Sachsen machte. Ursprünglich hätten wir uns um kurz nach zwölf in Flöha treffen wollen und von dort aus zusammen weiter nach OWT fahren wollen.

S. fuhr dann zwei Stunden später als geplant los.

Mit fast zwei Stunden Verspätung kam N. in NGB an. Durch den Bahnhof gefetzt und in den Zug nach Hof. Ca. zwei Stunden nach Hof. Dort ging es zum Glück vom gleichen Bahnsteig weiter (in Hof gibt es nur Bahnsteige mit geraden Nummern), aber knapp war es trotzdem. 

Und schon verdammt heiß.

Noch mal knapp zwei Stunden weiter nach Flöha. Ach ja, auch dieser Zug hatte wieder Verspätung. Wie viel weiß ich jetzt nicht mehr, aber in Flöha war dann eine halbe Stunde Zeit zum Umsteigen.

Es war inzwischen kochend heiß.

In Flöha endlich mit S. getroffen.

Noch mal ne Stunde bis Annaberg-Buchholz. Von da aus ging es nach einer dreiviertel Stunde warten ebenso lang per Bus weiter nach OWT.

An der Haltestelle, die S. noch vom letzten Jahr kannte, fuhr der Bus allerdings nicht mehr ab. Kein Hinweis auf die Ersatzhaltestelle. Warum auch.

Wir fingen an zu schwitzen, aber nicht wegen der Hitze.
Schließlich half uns ein Mann weiter, der zuvor jedoch noch meinte, sich nicht auszukennen. *gg*

Um 17:10 Uhr krabbelten S. und N. in OWT aus dem Bus. N. war zu diesem Zeitpunkt seit fast zwölf Stunden wach und seit elf Stunden unterwegs. Am liebsten wäre ich an Ort und Stelle zusammengebrochen.

Vermutlich hätte ich in der gleichen Zeit nach New York fliegen können…

Hotel gesucht, dabei auch nur einmal verlaufen. Koffer und alles weitere Unnötige im Zimmer abgeladen und zur Schanze geschleppt. 

Als wir endlich oben an der Fichtelbergschanze standen, musste ich erstmal durchschnaufen. Das Ganze erschien mir komplett unrealistisch. 

Am Morgen in Greding hatte ich den Tag schon aufgegeben, hätte niemals gedacht, es noch am gleichen Tag ins Ergebirge zu schaffen.

Erst gab es Trainingssprünge, im Anschluss daran stand der PCR auf dem Plan. Eine Quali gab es im Sommer 2016 nicht. Einige Teilnehmer des Bewerbes hatten deswegen sehr viel Glück (ich nenne an dieser Stelle keine Namen).


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Und nicht nur Training und PCR standen an jenem Sommerabend auf dem Programm, nein auch der Geburtstag von Magnus Moan. Alle Norweger wurden an jenem Tage zur Materialkontrolle gebeten. Als Moan nach seinem Sprung gelandet war, ging eine Frau in den Auslauf und direkt auf ihn zu. N. und S. befürchteten Schlimmstes, sahen dann aber die Blumen, die die Dame hinter dem Rücken trug.

Ständchen für Magnus vom Publikum.

Doch zurück zur Materialkontrolle. 13 Athleten blieben hängen, darunter zwei Norweger, ein Finne und ein US-Boy.

Den PCR gewann am Ende Eric Frenzel. Große Freude im Publikum. 

N. und S. machten sich zum Zwecke des abendlichen Essens auf ins "Kiwis". Sehr lecker. Während wir dort gemütlich und etwas müde auf dem Sofa herumlungerten, ertönte plötzlich draußen die Sirene. Alles saß sofort kerzengerade. 

Am nächsten Tag sahen wir dann in der Nähe unserer Unterkunft ein Haus mit komplett verkohltem Dachstuhl. 




Ab ins Hotel und bei der Hitze mehr schlecht als recht geschlafen.

Samstag, 27.08.2016 – Heiß heißer Erzgebirge

Als N. und S. am nächsten Morgen erwachten, war es schon wieder heiß. Oder immer noch. Wir wussten es nicht. Es war so warm, dass wir zum Frühstück nur kalten Saft tranken. Danach wollten wir auf den Fichtelberg. Wegen der Hitze die Sesselbahn genommen. Oben am Berg war es übrigens auch heiß. 

Eis als zweites Frühstück.

Runter gelaufen.

Heidelbeeren gefunden.

Heidelbeeren gegessen. 

Dann wollten wir zur "Traumweide" und die Alpakas sehen. Gelaufen, gelaufen, gelaufen. Alpakas nur aus der Ferne gesehen. Fast geschmolzen in der Hitze. Zurück zum Hotel geschleppt. Erfrischt und ab zur Schanze um das Springen der Kombis zu sehen. In den Wald gestellt. Kaltes Wasser getrunken.

Deutscher Dreifach-Sieg im Springen von Österreich und Norge I. 

N. und S. hofften, dass Jan und Magnus sich noch aufs Stockerl würden vorarbeiten können im Lauf. 

Wieder ins Hotel geschleppt. Bissl geschlafen. Sonnengeschädigten Kopf und Kreislauf regenerieren.

Um 19 Uhr sollte der Teamsprint beginnen. Endlich etwas kühler draußen. 

Am Ende gewannen Eric Frenzel und Björn Kircheisen, der Erzgebirgs-Express, wie der Sprecher so schön sagte. Wir freuten uns für Björn. Endlich stand er auch mal wieder ganz oben.





Noch mehr freuten wir uns für Jan Schmid und Magnus Moan, die tatsächlich auf Platz zwei vorgelaufen waren. Moan ist und bleibt einfach ein Tier auf der Loipe. 



Danach ne kleine Pizza essen gegangen und dann ab zur kleinen Party auf dem Marktplatz, wo eine Band spielte, unter anderem dieses schöne Lied aus DDR-Zeiten:

Jugendliebe

Später im Hotel noch die Tafel Kinderschokolade "präpariert", die wir im höchstgelegenen Edeka Deutschlands erworben hatten. Wir wollten Jarl Riiber einen kleinen Denkzettel geben. N. hatte ein kleines Nähset dabei, dies wurde mit Hilfe einer Nagelfeile vorsichtig in die Tafel geschoben. N. hatte noch "Just to give you a broad hint" drauf geschrieben.



Jetzt hofften wir nur noch, dass Jarlemann morgen nicht wieder oben an der Schanze würde dsq werden, denn dann wäre auch die Schokoübergabe Essig gewesen. 

Noch per Handy die Verbindung für die Heimfahrt rausgesucht, gepackt und langsam ab ins Bette.




Sonntag, 28.08.2016- Heia Norge und eine auf Kante genähte Heimreise (Sänk ju for träwelling wis Deutsche Bahn) Not!!

Am nächsten Morgen alles in die Koffer gestopft, gefrühstückt und uns ein letztes Mal zur Schanze auf den Fichtelberg geschleppt. Scho wieder verdammt heiß. Oben auch. Trotz der Hitze direkt an den Auslauf gestellt, wir hatten ja mal wieder ne Mission zu erfüllen. Gehofft und gebangt, dass ein gewisser J. nicht wieder oben raus genommen werden würde. Wehe, Jarle, wehe.

Doch es ging alles gut, Herr R. überstand das Springen ohne dsq zu werden, bekam die Tafel Schokolade, freute sich sehr und am Ende gewann er das Springen auch. Etwas über eine Minute Vorsprung hatte er und N. und S. hofften, er würde das später im Lauf verteidigen können. 




Wir machten uns auf dem Weg von der Schanze zum Marktplatz und besorgten uns unterwegs noch ein Stückerl Butterkuchen beim Café König. Selbiges Café sponsorte auch den Preis für den Sieger, eine wunderschöne Sahnetorte. 

Koffer aus dem Hotel geholt und einen einigermaßen schattigen Platz (haha) am Markt gesucht, Kuchen gefuttert und auf den Lauf gewartet. 

Und der kleine Star der Norweger schaffte es am Ende tatsächlich. 2,8 Sekunden vor Mario Seidl. Aber nicht ohne wieder für jede Menge Nervenkitzel zu sorgen. Er war sich seiner Sache ganz offensichtlich ZU sicher, denn kurz vorm Ziel blieb er stehen, um sich feiern zu lassen.

Zu seinem Glück fingen die Zuschauer an zu brüllen und zu gestikulieren, daraufhin drehte er sich um und sah, wie knapp es war.

Jarl. Ach Jarl. 

N. und S. freuten sich sehr über Jarles Triumph. Weniger jedoch über die Tatsache , nunmehr samt Gepäck quer durch OWT rasen zu müssen um den Bus nach Chemnitz zu kriegen.

 Keine Siegerehrung mit Jarl für uns. :( 

Somit konnten wir die Bilder von der Siegerehrung dann nur auf dem Handy sehen, während der zweistündigen Busfahrt nach Chemnitz. Dort war es sehr knapp und wir rasten zum Bahnhof. Von Chemnitz nach Hof, von Hof nach München.

Jarl bekam dann auch die Torte vom Café König. Bløtkake, wie die Norweger sagen.

Wir haben noch lange über dieses Wort gelacht. 

Oberstdorf, Freitag, 02.09.2016 – Sonntag, 04.09.2016

Nach Oberwiesenthal erholten wir uns vier Tage, arbeiteten ein wenig und machten uns dann am Freitag auf Richtung Südwesten. Wir hatten wieder eine Pension mit "Bergbahn inklusive" gebucht und würden somit am Samstag wieder eine schöne Tour in luftige Höhen machen können. 

Nach der Ankunft Gepäck in die Unterkunft gebracht, was zu Essen gekauft und ab ins Stadion. 

Jarl dominierte alles, die Probe, den Wettkampfsprung. 

Es gab wieder nen kleinen Zwischenfall, diesmal war Jarl aber komplett unschuldig. 

Nachdem alle Läufer gestartet waren, räumten die freiwilligen Helfer die roten Holzklötzchen weg, mit denen die drei Reihen am Start gekennzeichnet gewesen waren. Dabei hatten sie eine Schubkarre zu Hilfe genommen. Leider waren sie ein wenig zu langsam, den als erst das Quad und dann Jarl kamen, stand das Teil quer zur Strecke mitten im Weg.

Aufschrei im Publikum...

Doch am Ende ging alles gut und endlich konnten wir ihn nicht nur siegen sehen, sondern auch die Siegerehrung mit ihm verfolgen. 

Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof, um von dort aus  mit dem Bus zum Fellhorn und mit der Gondelbahn in luftige Höhen zu fahren.

Bisserl am Gipfel rumgelaufen und dann beschlossen, noch rüber zur Kanzelwand zu laufen. Dabei überquerten wir auch gleich noch die Grenze zwischen Bayern und Vorarlberg. Berg Pommes zu Mittag gegessen, noch n bissl mehr rumgelaufen und dann mit der Bahn runter nach Riezlern im Kleinwalsertal gefahren. Bus zurück nach Oberstdorf.

Kurz in die Pension und wieder ab an die Schanze. 

Und die Norwegerfestspiele gingen weiter, Jarl dominierte erneut alles. Er gewann nicht nur das Springen und am Ende auch den gesamten Wettkampf, sondern auch gleich noch den gesamten SGP. Er war damit der erste Norweger überhaupt, dem dies gelang. Wir freuten uns sehr. 

Dummerweise hatte N. die Norgefahne in der Hand. Der Stadionsprecher hatte dies gesehen und schwatzte uns die Fahne ab, um sie Jarl zu geben. 

Leider bekamen wir sie danach nicht wieder.

Wir machten uns auf den Weg zur Siegerehrung. HEUTE war es wirklich wichtig. Um uns rum die Teilnehmer vom Youth Cup (hauptsächlich Jungs aus Finnland), vor uns Jan Schmid. Ein schmales Hemd, dem könnte auch mal jemand ein wenig bløtkake geben. Oder Schweizer Käse. Oder Rivella.

Siegerehrung, Blumen, Pokale, Hymne. Und dann noch Feuerwerk. Neben uns Betreuer vom Team Norge, die das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht bekamen.

All wir genug gesehen und gehört hatten, machten wir uns dann auch auf den Weg in Richtung Pension, sehr glücklich und zufrieden.

Am nächsten Tag unternahmen wir dann noch eine kleine 16 km-Tour ins Trettachtal und zum Christlessee.

Freitag, 24. Juni 2016

Mittsommernacht

Unelmia täynnä on kesäinen yö,
vain airojen lapa vettä lyö.
Ystävät kuunnelkaa hiljaisuutta,
siitä saatte voimaa, virtaa uutta!

Voller Träume ist die sommerliche Nacht,
man hört nur das Ruderblatt im Wasser.
Hört auf die Stille Freunde,
davon bekommt Ihr neue Kraft und Energie.

Hyvää Juhannusta kaikille!
Alla vänner en vacker Midsommar!
Allen einen schönen Mittsommer!
Happy Midsummer!

Montag, 1. Februar 2016

Weltcup der Nordischen Kombination 2016 in Seefeld- Triple die Dritte

Triple die Dritte – Weltcup der Nordischen Kombination in Seefeld 2016

Freitag, 29.01.2016 – Bläd glaffa 

(für alle Nicht-Bayern: Es lief nicht wie geplant, vor allem für Team Norge) 


oder 

WIR MALEN NIE WIEDER EIN PLAKT FÜR IRGENDWEN!

Vorwort 

Wieder ein Jahr rum. Wieder stand Seefeld an. Diesmal leider in kleiner Besetzung als die letzten Jahre. Aus den verschiedensten Gründen, die hier nicht erwähnt werden können. 
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Manchmal kommt es ein wenig anders, als man denkt. Manchmal war für Team Norge Freitag. Nein halt, Donnerstag. Ach nee, eigentlich schon Dienstag.

Am Dienstag nämlich, da stürzte Jörgen Graabak beim Training auf der Schanze. Es habe einen lauten Knall im Kopf gegeben, so tat er selbst kund und dass er seitdem Nebel im Kopf habe. N. und S. rechneten eigentlich schon damit, Jörgen am WE nicht zu sehen.

Am Donnerstag dann, da war Jörgen wieder am Start. N. und S. freuten sich. 

Dann allerdings wurden Jarl Magnus Riiber und Mikko Kokslien im PCR wegen nicht passender Dienstkleidung dsq. Starten durften sie im Wettkampf dann zwar, da es beim Triple keine Quali gibt. Sollte allerdings an einem der drei Wettkampftage der PCR zum Einsatz kommen müssen, wäre es das für die beiden gewesen.

Doch damit noch nicht genug, aber dazu etwas weiter hinten im Text.

Auch für N. und S. sollte es noch ein wenig anders kommen als gedacht. Zu Beginn der Woche nämlich, da hatten wir auf der HP der FIS gelesen, dass Magnus Moan am Freitag seinen 200. und Jarl Magnus Riiber seinen 10. Einzelweltcup der Karriere haben würde. Und da wir beide gerne Plakate malen, war schnell ein weißer Fotokarton und ein dicker roter Edding  gekauft. 

Gemalt wurde dann im Zug. Da das große Plakat zu klein war, bekam Jarleman sein eigenes auf einem Blatt Papier. Die Mitreisenden guckten uns an, als täten wir sonst was. Aber egal.

Freitag also. Team Norwegen. Zeitplan- und Zugtechnisch konnten wir leider noch nicht zur Probe vor Ort sein, sondern erst zum Wettkampfsprung.

Koffer in ein Schließfach geworfen und ab zur Schanze. Magnus verpassten wir auf der Schanze nur ganz knapp. Plakat am Zaun befestigt. Wir warteten und waren gespannt, was Magnus wohl dazu sagen würde. 



Aus der Vorfreude wurde schnell Ernüchterung. Magnus Moan wurde nämlich noch vor seinem Sprung disqualifiziert. Wie wir später erfuhren, war sein Anzug im Schritt um einen Milimeter zu groß. Ohne Worte. Die erste Enttäuschung bereits am ersten Tag. S. machte  wenigstens noch ein Foto vom Plakat und schickte es später via Twitter an Moan.

Als wir das verdaut hat, ging es auf den Lauf zu. Wir änderten unseren Standort ein wenig und konnten von unserem Standort prima sehen, wie die Jungs nach dem Warmlaufen zum Start hetzen. Jemand brachte eine Tafel mit Nummern drauf. Dort sollten sich die Sportler vor dem Start ihre Transponder abholen. 

Nach einer ganzen Weile scherzte N. herum, da würde noch einer hängen, wem der wohl gehöre. Wie schnell aus dem Witz bitterer Ernst werden sollte, konnten wir zu dem Zeitpunkt freilich noch nicht ahnen.

Wir hofften auf einen Sieg des kleinen Helden aus Norwegen. Riiber war Dritter nach dem Springen. Nach dem Lauf war er auch Dritter. Dachte er. Dachten wir. Dachten alle. Wir hatten uns nämlich schon gewundert, dass zu dem Zeitpunkt, als Jarl ins Ziel lief, Orter auf der Liste erschien und nicht Riiber. 

Dann meinte der Sprecher, es gäbe Probleme mit den Transpondern. Wenige Minuten später meldete sich der Sprecher erneut und meinte, der Pleiten-Pech-und-Pannen-Tag für Team Norwegen gehe weiter. Riiber sei ohne Transponder gelaufen und müsse deshalb dsq werden. 

Kurz  darauf lief ein Stück von uns entfernt ein kleines Häufchen Elend in norwegischer Teamkleidung an uns vorbei. 

Ich hoffe du musstest nicht wieder so arg weinen Jarl! 

Wie würde man auf Finnisch sagen? Voi ei oder auch Se ei voi olla totta!

N. und S. waren bedient. Zwei Plakate gemalt, beide Athleten dsq.

Der Sieg ging, zur großen Überraschung aller Beteiligten, an Eric Frenzel. Zweiter wurde Akito Watabe und Fabian Riessle erbte Jarls dritten Platz.

N. und S. reichte es. Nur weg aus dem Stadion und ab in die Pension. 

Danach zum Abendessen ins geliebte Schwimmbadlokal und zum Konzert in den Kurpark. Die Musik von "So klar" war dann auch richtig gut, wir hätten gern mehr von euch gehört!!  





Als es dann zur Ö 3-Disco überging, gefiel es uns nicht mehr und wir gingen noch ne Runde um den Wildsee. "Beleuchtet" war das Ganze nur durch den Mond. Beeindruckend wie hell es trotzdem war. 

Sterne gucken, Winter genießen, Enttäuschung vergessen.

Auf Besserung am Samstag hoffen. Noch waren ja zwei Finnen und sechs Norweger dabei. 

Platzierungen unserer Favoriten nach dem ersten Tag des Triples:

7. Jan Schmid
8. Haavard Klemetsen
13. Jörgen Graabak
14. Ilkka Herola
23. Magnus Krog
28. Espen Andersen
38. Mikko Kokslien
40. Eero Hirvonen

N. freute sich besonders für Eero Hirvonen, der damit am nächsten Tag seinen 20. Geburtstag an Schanze und Loipe würde feiern dürfen!

Und zur großen Freude von S. hatten auch alle Amis den "Cut" geschafft und waren unter die besten 50 gekommen. 





Samstag, 30.01.2016 – Hoffnung auf Besserung und ein planloser Kombinierer

Am Samstag standen N. und S. um 8:30 Uhr auf, packten alles Nötige und Unnötige in die Rucksäcke und schritten zum Frühstück. 

Am Tag zuvor hatte im Forum jemand vorgeschlagen, wir sollten doch für Jarl und Magnus etwas Süßes kaufen, zum Trösten. Da traf es sich sich doch perfekt, dass sich gleich in der Nähe der Pension ein großer Supermarkt befand. 

Nach einigem Hin und Her hatten wir eine Packung Milka-Glückskleeblätter erstanden, die wir einem der Teamkollegen der beiden mitgeben wollten an der Schanze.
Und dank des in Seefeld großzügig angebotenen W-lans waren auch ein paar Wörter Norwegisch schnell gefunden und übersetzt. Heinzelnisse.de sei Dank!



Ganz Kombi-untypisch ging es erst nach 12 Uhr los. Blauer Himmel und Sonne pur. Als wir den Ort verlassen hatten und auf freier Fläche standen, fiel uns auf, wie windig es war.

Nein. Einfach nein. Ging das etwa schon wieder so los, wie es gestern aufgehört hatte? Sollte es schon wieder Probleme geben? Mikko Kokslien, der ja im PCR bereits dsq worden war, zitterte bestimmt auch schon. Und dann sollte ja am Sonntag das Wetter schlechter werden, dafür bräuchte man den PCR schließlich ganz dringend.


Wir beratschlagten unterwegs, wem aus dem norwegischen Team wir die Schoki für Jarl und Magnus mitgeben sollten. Am Ende einigten wir uns auf Herrn G. Leider hatten wir dabei nicht bedacht, dass Jörgen von seinen Teamkollegen mal als der Verplanteste des Teams bezeichnet worden war, doch dazu später mehr.

Wir waren diesmal fast die Ersten an der Schanze *hust*. Zaun mit Fahne und Bildchen dekoriert und auf einen guten Tag für Finnen und Amis bzw. einen besseren für die Norweger gehofft. Wobei, schlechter konnte es für die Jungs aus dem Lande der Wikinger ja schon fast nicht mehr werden.

Tim Hug freute sich wie immer über die Schweizer Hälfte der „Schmid-Fahne“, wir freuten uns des Lebens. 



Jan Schmid lief lachend und grinsend an den Fans vorbei anstatt sich wie noch in Ramsau panisch hinter seinen Skiern zu verschanzen. Sehr schön ihn so zu sehen. Mach weiter so Jan!

Im Wettkampfdurchgang dann riefen wir nach Jörgen um ihm die Schoki für J. und M. mitzugeben „Hey Jörgen, could you please give this to Jarl and Magnus?“

Jörgen, mit den Gedanken sonstwo: „Ehm, whaaat?“ *schokoladeintaschepfefferundabzieh* Wir würden zu gern wissen, ob die Schoki ihre Empfänger erreicht hat…Moan hatte sich am Tag zuvor fürs Plakat bedankt. Kein Wort über die Schoki. Entweder hat Jarl sie allein gefuttert oder sie fristet ein trauriges Dasein in Jörgens Tasche.

Zum Ende des Springens schlug das Wetter langsam um, die Windpausen wurden länger und der Himmel langsam dunkler. Vor Jan Schmid wurde lang gewartet und wir dachten an seinen wütenden Tweet vom Vorjahr, als er auch viel Pech hatte.

Als der Sprungdurchgang beendet werden konnte, atmeten alle auf. Aus dem Triple würde nun ganz sicher ein Triple werden, da man ja für SO den PCR in der Hinterhand hatte.
Der Lauf würde verdammt spannend werden, lag Eric doch nur vier Sekunden hinter Akito Watabe.

Der Samstag endete dann mit exakt gleichen Podium wie der Freitag und auch das Pech für Team Norge setzte sich fort, Jörgen Graabak wurde schon wieder Vierter. Magnus Krog allerdings, der hatte sich mit der besten Laufzeit auf Rang 5 vorgekämpft, Jan Schmid war Siebter.
Von N.s Finnen war einer ausgeschieden. S. hatte mit den Amis fast einen Totalausfall erlitten, nur Bryan Flechter war noch dabei.

S. und N. machten sich wieder auf ins Lieblingslokal. Draußen wurde es minütlich finsterer. Nach dem Essen in die Pension, Sportschau gucken. Danach sollte es wieder zur Weltcupparty gehen. 20:15 sollte es dort einen Athletenaufritt geben. S. fand dann zufällig die Mitteilung, dass das bereits um 20:00 über die Bühne gehen würde. Also gut, tigerten wir halt eher dort hin.

Dort  befanden sich dann Tino Edelmann und Berni Gruber auf der Bühne. Dazu noch Ilkka Herola. N. freute sich. Die Jungs wurden kurz interviewt und Ilu meinte, er habe erst zwei Tage zuvor erfahren, welche Lieder sie spielen würden. Es wurde dann „Summer of 69“ und zwei andere. An der Schanze sieht der gute Ilu ja immer aus, als habe er vor allem und jedem Angst, aber da auf der Bühne war er total locker und offen.



Nach dem die Jungs nach drei Liedern leider wieder abzogen, kam Gregor Glanz ins Spiel respektive auf die Bühne. Schreckliche Musik. Grausam. Nicht zu ertragen.

N. und S. ergriffen wie schon am Freitag die Flucht und liefen nochmal um den Wildsee. War es am Tag vorher noch kühl und sternenklar gewesen, so spürte man jetzt deutlich den anstehenden krassen Wetterwechsel. Mild war es, drückend und ganz still. Die Ruhe vor dem Sturm war greifbar. 

N. und S. hofften, dass man am Sonntag das Springen durchbekommen würde. Der PCR wäre ein großer Nachteil für Team Norge.

Eine Chance wollten wir der Party im Kurpark noch geben, doch als der dicke Elvis-Imitator erschien, hatten wir endgültig genug. Eigentlich hatten wir ja OPUS hören wollen, aber so lang konnten wir nicht warten.


Zurück in die Pension, duschen, Koffer packen, fernsehen, W-lan nutzen. Gegen 23 Uhr bemerkte S., dass es nunmehr wie aus Eimern schüttete. Aber damit war auch endlich das Konzert beendet. Um Mitternacht schneite es dann. 


Sonntag, 31.01.2016 – Finale oder der große Schnee (ein Hoch auf Jack Wolfskin-Jacken!)




Morgens um 5 wachte N. auf. Natürlich sofort das Wetter kontrolliert. Ergebnis der Ermittlungen: Es schneite noch immer. Aber wenn es schneite, sollte es wenigstens keinen Wind geben.

Bestand ja noch Hoffnung, dass man das Triple wie geplant durchbekam. Auf der anderen Seite des Tals, im Hotel der Norweger gab es mindestens eine Person, die das bestimmt auch ganz stark hoffte.

Am anderen Tag waren bereits die Probe und der Beginn des Wettkampfdurchgangs je eine Viertelstunde nach vorn verlegt worden. Probe um halb elf, Wettkampf um viertel zwölf.
N. und S. frühstückten um halb neun, stopften das letzte Graffl in den Koffer und schleppten dann erst das Gepäck zum Bahnhof ins Schließfach und sich anschließend selbst zum Stadion.

Es schneite und schneite und schneite.

N. erinnerte sich an den Ausspruch von Jan Schmid vor Jahren: „Cancelled jumping in Seefeld on sunday is starting to become the norm!“
Es war schon viel zu lange viel zu gut gegangen in S. in T.

Im Stadion dann hatten wir wieder jede Menge Platz. Komisch! *gg*

Es schneite und schneite und schneite.

Wir hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben.

Ca. 10:15 -  Die Jury strich die Probe.

Es schneite und schneite und schneite.

Dann hieß es, nächstes Jury-Meeting um 12:15.  So langsam würde die bis zum Lauf verbleibende Zeit nicht mehr für zwei Sprünge reichen.

N. und S. flüchteten sich ins Schwimmbadlokal und tranken heiße Schokolade mit Schlag. Fett und Zucker im Bauch machen warm!

11:45 – N. meldete mittels W-lan das Mistwetter ans Forum.

N. und S. überwachten den FIS-Ticker.

12:15 – Neue Startzeit Springen 13:20, nächstes Jurymeeting 13 Uhr. Nur ein DG beim Springen, nur ein 10 km-Lauf.

12:30 – Springen 13:15, Lauf 15 Uhr.

Plötzlich schwieg sich der Ticker aus, N. und S. bekamen nichts mehr mit. S. las dann zufällig bei FB auf der Seite der Seefelder, dass es um 13:20 mit dem Springen losgehen sollte. Ganz schnell bezahlt, in die immer noch nassen Winterklamotten gesprungen und ab zur Schanze.

Es schneite und schneite und schneite.

So ca. bei Springer Nr. 4 waren wir vor Ort.

13:34: Der viele Neuschnee forderte sein erstes Opfer. Jakob Lange fiel bei der Ausfahrt und musste mittels Akia rausgebracht werden. N. und S. waren bedient.

13:53: Eric Frenzel saß oben auf dem Balken. Während N. sich noch dachte, hoffentlich kommt er sicher runter, lag er auch schon im Schnee.

14:00: N. und S. nahmen ihren Stammplatz an der Loipe ein.

Es schneite und schneite und schneite.

Wenig später: N. und S. flüchteten unter die Fußgängerbrücke um wenigstens trocken zu stehen. Leider gab es dort kein W-lan.
Kurz drauf kam ein wie fast immer gut gelaunter Jarl Riiber vorbei und grinste uns an. Ja Kleiner, wir haben dich auch lieb. Egal wie viele Transponder Du noch verschusselst.

14:35: N. und S. schleppten sich wieder an die Loipe und schauten den Jungs beim Warmlaufen zu.

15:00 Start. Akito Watabe hatte nach dem Springen 56 Sekunden Vorsprung vor Eric. Wir hätten es beide Akito ja echt sehr gegönnt, aber nicht unter diesen Vorzeichen. Er würde bestimmt nicht gewinnen wollen nur weil Eric zuvor Pech gehabt hatte. Neben uns ne Gruppe Fans aus Norwegen.

15:10: Sprecher meldete Sturz von Jan Schmid. Ach nein! Wenigstens war diesmal nicht wie noch im Ramsau einer seiner Stöcke drauf gegangen, das konnten wir wenig später feststellen.

15:19 Sprecher meldete Sturz von Watabe. Ach nein! Das Rennen war echt nix für schwache Nerven.

15:26: Eric hatte Akito eingeholt. Wir waren mittlerweile wieder zu der großen Videowand geflitzt um den Zieleinlauf sehen zu können. Hinter uns drei Mitglieder von Team Japan. Die Gesichter waren so enttäuscht…

Am Ende gewann Eric vor Akito und Riessle. Drei Tage Triple, drei Mal das gleiche Podium. Spannung ist anders…

Jörgen Graabak wurde schon wieder Vierter, Magnus Krog Fünfter und Jan Schmid 8.

Wir verzichteten auf die Siegerehrung, wir wollten nur noch ins Trockene.

16:08: N. und S. sitzen im Zug nach München.


Montag, 21. Dezember 2015

Weltcup der Nordischen Kombination in Ramsau am Dachstein vom 18.12. – 20.12.2015

Weltcup der Nordischen Kombination in Ramsau am Dachstein vom 18.12. – 20.12.2015
(Ein tolles langes Wochenende mit längerem Anlauf im Vorfeld)

Im letzten Jahr hatte es in der schönen Ramsau einen norwegischen Sieg im Team gegeben. N. ärgerte sich danach ewig, nicht selbst dort gewesen zu sein und nahm sich vor, es dieses Jahr besser zu machen.

Es ist ja eigentlich kein großes Problem, dort hin zu kommen. Eigentlich. Aber was ist dieses Jahr hier unten, so tief im Süden, verkehrstechnisch schon normal. Wochen- und monatelang waren die Zugverbindungen von München nach Salzburg, Kufstein und auch nach Passau sowie in die Gegenrichtung unterbrochen oder gar komplett eingestellt auf Grund des starken Zustroms von Flüchtlingen.

Woche um Woche wurden die Sperren verlängert und die Hoffnung auf den Weihnachtsweltcup wurde immer kleiner.

Wir waren schon so weit, Schonach ins Auge zu fassen und begannen uns zu informieren. Sogar einige Pensionen schrieben wir an, aber die waren ganz offensichtlich wegen Reichtum geschlossen. Man hielt es jedenfalls nicht für nötig, uns zu antworten.

Dann, wie aus heiterem Himmel, kamen Gerüchte auf, die Zugverbindungen könnten bald wieder planmäßig laufen. Man verhandele drüber.

Die Regionalzüge fuhren dann irgendwann wieder und das funktionierte auch wunderbar, wie N. und S. bei einem Besuch in Salzburg am 15.11. 15 feststellen konnten. Auf der Rückfahrt fiel die Entscheidung, es zu wagen.
Es gab da nämlich, so hatte N. bei FB zufällig gelesen, einen Fernzug pro Tag, der von München aus nach Salzburg fahre. Der EC 111 genauer gesagt. Genau zur benötigten Zeit.

Wir machten uns über den Fahrkartenkauf. Für die Hinfahrt war schnell ein 19 €-Ticket der DB ergattert. Fernzug bis Schladming, umsteigen in Bischofshofen. Perfekt.


Für die Rückfahrt hatten wir das „Sparschiene-Ticket“ der ÖBB ins Auge gefasst, doch leider konnten wir dies mangels Kreditkarte nicht von Deutschland aus kaufen. Mussten wir halt mit dem IC von Schladming bis SBG und dann mit dem Meridian weiter nach München. Ein wenig teuer als gedacht, aber Hauptsache die Züge fuhren überhaupt. 


Freitag, 18.12.2015 – auf zum Dachstein

Endlich war es soweit. N. hatte sich ihren Gleittag erarbeitet, die Züge fuhren, die Fahrkarten waren gekauft. Und der Weltcup schneetechnisch gesichert, trotz der europaweiten Schneekrise. Jawoll, Schneekrise. Schneemangel kann man das ja schon nicht mehr nennen heuer!  Koffer war gepackt, ebenso der Rucksack. 

N. stand zur gleichen Zeit auf wie an einem normalen Arbeitstag und machte sich auf zum Münchner Hauptbahnhof. Nach dem Proviantkauf traf dann noch S. ein.
Alles ging glatt. Fast. Der Zug nämlich, der hatte 15 Minuten Verspätung. Am Ende waren es noch mehr, da er noch eine ganze Weile am Bahnhof herumstand. In Salzburg hatten wir den Rückstand dann wieder aufgeholt, da entschloss sich der Zug, gleich wieder länger zu brauchen und die Verspätung wieder einzuheimsen.

Aber ok, mussten wir in Bischofshofen nur etwa fünf Minuten auf den Anschlusszug warten. In Schladming angekommen kauften wir gleich unsere Rückfahrkarte und wollten dann eigentlich zur Bushaltestelle, um dort auf die Weiterfahrt hoch nach Ramsau zu warten. Auf dem Weg dorthin fanden wir dann allerdings ein Taxi und fuhren für 17 € (für zwei Kombifans) hoch ins schöne Ramsau.

Dort hetzten wir mit dem gesamten Gepäck zur Schanze und konnten sogar noch den Rest des PCR sehen. Ab Startnummer 24 genauer gesagt. Und am Ende war die Freude dann zum ersten Mal groß bei uns, hatte doch Haavard Klemetsen den PCR gewonnen.

Wir schleppten unser Gepäck in die Pension. Zimmer war an sich echt schön, aber im Vorraum müffelte es und beim Fernseher ging erst gar nix, dann nur das Bild. Hmpf.

Anschließend gingen wir im „Verweilzeit“ etwas essen. Köstlich! Vegetarisches Restaurant mit außergewöhnlicher Speisekarte. N. aß eine rote Linsensuppe mit Koriander und. Tomatensuppe. Dazu Minztee bzw. Melonensaft. Und es gibt dort W-Lan!

Nach dem Essen gingen wir uns dann noch das Langlauftraining anschauen. Abendliches Plakat malen und Abendessen in der Pizzeria.

S. schaffte es dann auch, beim Fernseher den Ton zum Laufen zu bringen und so konnten wir uns nachts noch die Wiederholung des Springens aus Engelberg ansehen. 

Sogar in der Pension hatte N. W-Lan. Auf dem Fensterbrett sitzend. Nur da.


Samstag, 19.12.2015

Am nächsten Morgen standen wir um 8:30 Uhr auf, frühstückten, packten unseren Kram zusammen und machten uns auf zur Schanze. Probe um 10:30 Uhr, Wettkampfsprung um 11:30, Lauf dann um 15:10 Uhr. Dazu blauer Himmel und strahlender Sonnenschein. Das einzige was fehlte, war der Schnee. 

Fahnen und Plakate an der Absperrung befestigt, Kamera gezückt und auf einen spannenden Wettkampf mit guten Ergebnissen für die geliebten Finnen und Norweger gehofft. Wie sehr sich dieser Wunsch tatsächlich erfüllen sollte, konnten wir zu dieser frühen Stunde noch nicht ahnen.

Für Jörgen Graabak hatten wir ja am Freitagabend noch das Spezialplakat ausgemalt. Genauer gesagt waren es drei einzelne Blätter. Auf dem ersten eine Schnecke, dann eine Schildkröte und zu guter Letzt ein Rennpferd. Und immer ein Pfeil zum nächsten Tier. Die Idee dazu war Jörgens Instagram-Account während seiner Krankheit/Verletzung. Dort hatte er sich selbst erst als Schnecke, dann als Schildkröte bezeichnet bzw. entsprechende Bildchen gepostet. Nachdem er so gut in die Saison gestartet war, malten wir, quasi als Abschluss des Ganzen, noch ein Rennpferd dazu.




Wir hielten ihm im Wettkampfdurchgang zwecks Autogramm auf der Norgefahne den Edding hin um ihn auf das Plakat aufmerksam zu machen und er erkannte es sofort. Ein Blick, dann lachte er.
Sie lachen ja nicht so oft, die Jungs aus dem Hohen Norden, aber wenn, dann kommt es von Herzen, das merkt man.

Wir freuten uns über weite Sprünge, machten Fotos, holten uns Autograme und freuten uns einfach, es doch noch zum Weihnachtsweltcup nach Ramsau geschafft zu haben.

Nur Jan Schmid konnte wieder gar nicht mit der Existenz von Kameras umgehen und lief gesenkten Kopfes vorbei. Ok Jan, wir erlösen Dich und machen künftig keine Bilder mehr von Dir! Versprochen! Und wir sprechen Dich auch nicht mehr an, auch das versprechen wir Dir!

Das Springen gewann dann letzten Endes, wer hätte es gedacht, *gg* Jarl Magnus Riiber, der kleine Superstar aus Norwegen und auch für die meisten seiner Teamkollegen sah es nicht schlecht aus, ebenso wie für Ilkka Herola aus Finnland.
Frohgemut machten wir uns auf den Weg hoch in den Ort, um zum einen den Akku meiner  Kamera in der Pension aufzuladen und zum anderen im Verweilzeit etwas zu essen.

N. aß diesmal Crêpe mit Ziegenkäse, Honig und Walnüssen. Dazu wieder den köstlichen Minztee. S. hatte Nudeln mit Honig-Ingwer-Tee. Wir nutzten auch wieder fleißig das dort kostenlos angebotene W-Lan, um uns bezüglich Fußball, Skispringen und Weltgeschehen aufs Laufende zu bringen.




Nach dem Essen den geladenen Kamera-Akku geholt und ab an die Loipe. Jetzt wollte dann auch endlich mal jemand von uns das Eintrittsgeld in Höhe von 8 € haben. 

Wir suchten uns einen guten Platz und überlegten, ob der Mini-Norge den Vorsprung wohl würde halten können. 37 Sekunden vor Akito Watabe und  50 vor einer Gruppe mit Frenzel, Portyk und Klemetsen. Wenige Sekunden dahinter seine Teamkollegen Schmid und Graabak. 

Dann meldete sich der Stadionsprecher und tat kund, Riiber habe gesagt, er wolle sich das Rennen gut einteilen und die starken Läufer rankommen lassen. Bis zur Hälfte des Rennens sah es gut aus für den kleinen Senkrechtstarter, doch dann hatten Frenzel und Watabe ihn geschluckt. Wir befürchteten schon die Fortsetzung unserer Serie, dass immer wenn wir zur Kombi gehen, Frenzel gewinnt.

N. tat kund, in diesem Fall nicht zur abendlichen Siegerehrung am Ederhof gehen zu wollen.

Doch dann sorgten die Jungs vom „Kombinertlandslaget“ für eine Änderung der Abendgestaltung. Moan und Krog kamen heran. Puls und Blutdruck der Athleten, Betreuer und Fans stiegen in ungesunde Höhen. Alles brüllte die eigenen Lieblinge nach vorne, trommelte auf die Bande oder machte sonst wie Lärm.

Dann gewann Moan vor Krog und Riiber, Jörgen Graabak kam auf Rang sechs. Vier Norweger unter den besten Sechs. Konnte es besser laufen? Und noch dazu hatte Magnus Krog jetzt auch wieder das gelbe Leiberl des Weltcupgesamtführenden erobert. 

N. tat kund, nun doch noch zur Siegerehrung gehen zu wollen. 

Ilkka Herola war auf Rang acht gekommen. Wir waren schwer zufrieden.

Für Jan Schmid und Mikko Kokslien war es nicht ganz so gut gelaufen, aber morgen war ja auch noch ein Tag.

Sachen gepackt und vor zur Flower Ceremony gelaufen um „Ja vi elsker dette landet“ zu hören und noch mehr Fotos zu machen. Fotos wurden dann zwar eher nix, aber das tat der Freude keinen Abbruch.

Nach Hymne und Fotos usw. machten wir uns wieder auf in die Pension um uns etwas auszuruhen und vielleicht eine Zusammenfassung im TV sehen zu können. S. schaffte es gerade rechtzeitig den Fernseher zum Laufen zu bringen als der ORF erst ein Interview mit Magnus Moan und dann noch mit Nick Huber, dem österr. Sprungtrainer der Norweger brachte. Alle im Team schienen wie auf Wolken vor Freude.

Gegen 18:15 Uhr machten N. und S. sich dann auf zum Ederhof, um der abendlichen Siegerehrung beizuwohnen. Kurz vor halb sieben waren wir dort und hörten grad noch, wie der Moderator sagte (so sinngemäß, den genaue Wortlaut weiß ich nicht mehr), man könne sich glücklich schätzen, hier in Mitteleuropa zu leben, leben zu dürfen, in Frieden und Freiheit und Wohlstand und dass man an die denken solle, denen es nicht so gut gehe.

Welch wahre Worte heuer, in diesem Jahr der Flüchtlingsströme, die ja besonders in Österreich und Bayern zu spüren waren.

Es gab am Ederhof einen kleinen Adventmarkt und natürlich die kleine Bühne für die Siegerehrung um 19 Uhr. Hunde und Katzen liefen herum, das Schwein Mogli sahen wir leider nicht. Eine der Katzen suchte dann bei uns Schutz und wollte auf den Arm. Durfte sie natürlich!!




Dann durften wir noch den alten Brauch des Anklöckelns erleben, der extra für den Weltcup noch mal aufgeführt wurde. Normalerweise, so sagte der Sprecher, gebe es das nur an den ersten drei Donnerstagen des Advents.

Der Moderator bat die Anwesenden, doch bitte mal eine Viertelstunde ruhig zu sein und stellte den Glühweinverkauf ein, aber leider hielten sich nicht alle daran. Sehr ärgerlich.
Das Ganze war dann eine wirklich schöne und ruhige Einstimmung auf Weihnachten. Auch wenn N., wie immer in der Steiermark, maximal die Hälfte verstand.

Danach stand dann der eigentliche Höhepunkt an. Siegerehrung mit vier Mal Norwegen. Hach! Wie sich die Jungs aus dem Hohen Norden doch freuen können. Riiber strahlte wie immer und die Fans mit ihm. Gibt wohl kaum jemanden in der Welt der Nordischen Kombination, der ihn nicht toll findet. Mach so weiter Jarl und die Zukunft dieses Sports ist deine.




Zum zweiten Mal an diesem Tag die schöne Hymne des nordischen Königreichs, noch mehr Fotos und noch mehr freuen. Nach dem Ende der Ehrung machten wir uns auf den Weg zurück in den Ort, um in der Pizzeria wieder etwas zu essen. Die Norweger liefen eine ganze Weile in unserer Nähe und wir fragten uns, ob sie den ganzen Weg bis zu ihrem Hotel etwa würden laufen müssen. Das „Annelies“ ist nämlich mindestens eine Stunde Fußmarsch weg. Schließlich fuhren sie aber in einem Auto mit Wiesbadener Kennzeichen an uns vorbei.

Als wir an der Pizzeria ankamen, war dort alles belegt. Hmpf. Eine Runde durch den Ort, wieder geguckt, immer noch alles voll. Aber immerhin ging am Stadion noch das W-Lan und das nutzten wir natürlich erst mal eine Weile aus!

In der „Ramsauer Stub’n“ wollte man uns nichts mehr zu essen verkaufen. Noch mal zur Pizzeria und diesmal einen Platz bekommen.

Pizzabrot gefüllt mit pikantem Nudelsalat. LECKER!




Nach dem Essen zurück in den Pension und noch die letzte Sendung von „Schlag den Raab“ geguckt.
Danach dann schon mal den Koffer gepackt, um am nächsten Tag mehr Zeit zu haben. Ab ins Bad und ab ins Bett, um für den nächsten Tag fit zu sein.


Sonntag, 20.12.2015


Sonntag, 20.12.2015 – Zwei Schwarzseher an Schanze und Loipe und jede Menge Nervenkitzel ab 16:30 Uhr
Am Sonntagmorgen standen wir um acht Uhr auf, stopfen die letzten Sachen in unsere Koffer und Rucksäcke und schritten zum Frühstück. Nach dem Morgenmahl bezahlten wir unser Zimmer und baten darum, unsere beiden Koffer bis zum Nachmittag in der Pension stehen lassen zu dürfen. Wir würden sie gegen 17 Uhr holen, so sagten wir. Ja, kein Problem. Wir sollten sie in den Frühstücksraum stellen. Damit begann bereits am frühen Morgen ein Geschehen, welches uns am Nachmittag noch jede Menge Nervenkitzel bescheren sollte, doch dazu später mehr.

Um 10 Uhr sollte die Quali beginnen, um 11:30 Uhr der Wettkampfdurchgang und der alles entscheidende Langlauf dann schließlich um 15:30 Uhr. Abreise  aus Ramsau unsererseits per Bus um 17:25 Uhr.

Wir machten uns also auf zur Schanze und wie schon am gestrigen Tag wollte auch dort niemand von uns Eintrittsgeld haben. Einen schönen Platz am Auslauf gesucht und wie immer mit Fahnen und Plakaten dekoriert. 

Heute wollte S. von  Jörgen Graabak noch ein Autogramm auf das Schildkrötenbild haben. Edding und Fotoapparat bereit gelegt und auf den Beginn der Quali gewartet.

Am Ende gewann wieder der kleine Himmelsstürmer aus Norwegen und auch Jan Schmid lag sehr gut. Hoffentlich würde Jan das auch im Wettkampf wiederholen können.  

Ein kleiner Wehrmutstropfen war das Ausscheiden von Jim Härtull. 0,3 Punkte fehlten ihm zur Teilnahme am Wettkampf.  Verdammt bitter für einen Athleten, der neben dem Sport noch Vollzeit arbeitet!

Nach der Quali beobachteten wir dann die Athleten beim Fußball spielen. Die meisten der Jungs können nicht nur weit springen und schnell laufen, sondern auch verdammt gut mit dem Ball umgehen.

Als es uns da unten im Schatten langsam etwas frisch wurde, begann der Wettkampfdurchgang.

Auch den Wettkampfdurchgang gewann, wer hätte es erwartet, Jarl Magnus Riiber. Jan Schmid lag auf Rang sieben, mit etwas mehr als einer Minute Rückstand.

N. hoffte auf einen Sieg des schweizerischen Norwegers. Schließlich, so hatte auch der Sprecher im Laufe der Tage so ca. 15 – 20 Mal erwähnt, habe Jan am Dachstein ja bereits einmal gewonnen und auch sonst gute Ergebnisse erzielt. Und dann hatten wir am Abend vorher noch ein Auto mit dem Kennzeichen GB – JAN 1 gesehen. Das musste doch einfach ein Zeichen sein.

Jörgen Graabak hatte die Schildkröte signiert, die Sonne schien und der Tag war einfach perfekt.

Frei nach der Tatsache, wer nicht arbeitet, soll wenigstens essen, wollten wir wieder ins Verweilzeit zum Mittagessen. Leider wollten das aber auch alle anderen anwesenden Fans und wir bekamen keinen Platz. Und damit ebenso keine Möglichkeit, das kostenlose W-Lan zu nutzen. Hmpf.

Schließlich gingen wir in die Ramsauer Stub’n. N. aß scharfes Gemüsecurry, S. Käsenockerl. Nach dem Essen zurück an die Loipe. Noch immer wollte niemand von uns das Eintrittsgeld haben.

Sprecher tat kund, Riiber habe gesagt, er wolle es wieder genauso angehen wie am gestrigen Tage.

Während wir den Athleten beim Warmlaufen zusahen, stellen wir fest, dass das Loipen W-Lan diesmal sogar an unserem Standort funktionierte und das nutzten wir natürlich fleißig aus. Kombi live verfolgen und Springen aus Engelberg per FIS-Ticker. 

Herr Fannemel trug mal wieder zu große Dienstkleidung und wurde folglich aus dem Wettkampf genommen.
Fannis du…!!! (zensiert)

Mit steigender Renndauer stieg an der Loipe nicht nur der Lärmpegel, sondern auch Puls und Blutdruck aller Anwesenden in ungesunde Höhen.

Die erste Ernüchterung unsererseits gab es, als der Sprecher verkündete Jan Schmid habe einen Stockbruch gehabt. Wenig später sahen wir ihn dann auch hinter den anderen her hetzen. Ach Mensch. Die Saison war bisher nicht so direkt seine. So gut es letztes Jahr gelaufen war, so mies ging es ihm heuer.

Am Ende gewann dann Frenzel vor Riiber und Faisst. Jörgen Graabak kam auf Rang vier, Krog auf fünf, Klemetsen auf sieben, Kokslien auf 19, Moan auf 23 und der arme Jan Schmid landete auf 31 und blieb somit auch noch ohne Weltcuppunkte.
Es gibt so Tage, da wäre man besser im Bett geblieben…

Magnus Krog kam einen Platz vor Fabian Riessle ins Ziel und verteidigte damit noch das gelbe Trikot des Gesamtführenden. Hatte also auch dieser Tag etwas Positives für Team Norge gebracht.

Wir packten wieder unser Zeug um der Siegerehrung beizuwohnen. Wir hofften darauf, die Übergabe des gelben Trikots an Magnus verfolgen zu können, doch fand dies leider nicht statt. Nun ja.

Als wir genug gesehen hatten, machten wir uns wieder auf den Weg rauf in den Ort, um im Verweilzeit noch eine heiße Schokolade oder so zu trinken. Als wir unser Zeug abgeladen hatten, ging N. zur Pension rüber, um die Koffer abzuholen.
Tür zugeschlossen. Keiner da. Keine Klingel. Blutdruck und Puls stiegen in höhere Höhen als jemals beim Rennen. In 1,5 h ging unser Bus runter nach Schladming. Ahhhhhhhhhhhhhhhhh!!!!!!!!!!! Mamaaaa!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Was tun? Was nur tun? Wir bestellten die heiße Schokolade und überlegten. S. probierte es auch noch mal. Nichts. Daheim angerufen. Von dort auch keine hilfreichen Ideen.

(N. ist auf die Handyrechnung gespannt). 

Schließlich kamen wir auf die Idee, uns mittels W-Lan die Telefonnummer rauszusuchen und dort anzurufen. Evtl. war ja doch jemand zu Hause.

(N. ist auf die Handyrechnung gespannt).

Es war jemand zu Hause, nämlich Sohn und Enkeltochter. Diese machte mir auf und ich kam endlich an die Koffer ran.
Größte Erleichterung des gesamten Wochenendes.

Mit den Koffern zurück ins Lokal und endlich die heiße Schoki entspannt getrunken.

Kurz nach 17 Uhr machten N. und S. sich dann auf zur Bushaltestelle am Ortsrand. 

Dieser kam auch pünktlich und nahm uns für 4,30 € pro Kombifan mit runter nach Schladming.

Dass der Nervenkitzel des Tages mit der Koffergeschichte noch kein Ende haben sollte, konnten wir da freilich noch nicht wissen.

Ankunft Schladming Bahnhof 17:45. Abfahrt des Zuges nach Salzburg sollte um 18:10 Uhr sein. Als wir jedoch im Warteraum ankamen, standen dort schon 10 Minuten Verspätung angeschrieben, die sich schnell auf 15 erhöhten.

Mist! Eine halbe Stunde Zeit zum Umsteigen hatten wir in Salzburg, eine Viertelstunde davon sollte man wegen der Pass- und Grenzkontrollen früher da sein. Jetzt durfte absolut nichts mehr passieren. Als der IC dann kam, war er gesteckt voll. Wir standen an der Tür. Nicht sehr schön.

In Bischofshofen hatte der Zug die Verspätung dann sogar wieder aufgeholt. Allerdings stand er dann wieder so lange dort herum, dass wir mit der gleichen Verspätung den Bahnhof verließen.

Und dann hatten wir keine Ahnung, von welchem Gleis des Salzburger Hauptbahnhofes der Meridian überhaupt fahren würde. Daheim angerufen. Auch dort konnte man nichts im Internet finden.

(N. ist auf die Handyrechnung gespannt).

Auch ein Mitreisender konnte mittels Handy nichts finden.

*schwitz* *schwitz* *schwitz* *schwitz* *schwitz* *schwitz* *schwitz* *schwitz*

Als wir dann endlich endlich am Bahnhof der Mozartstadt angelangt waren, rasten wir ohne Rücksicht auf Verluste runter in die Haupthalle und zur großen Anzeigetafel. Gleis fünf war es also.

Weiter gerast und die Rolltreppe rauf. Die Ausweise hatten wir schon griffbereit in der Jackentasche und kamen dann auch ohne Probleme am Sicherheitsdienst vorbei, der gerade mit anderen Reisenden diskutierte.

Am Ende stellten wir fest, dass bis kurz vor Abfahrt noch Leute in den Zug gelassen wurden. Alle Aufregung wäre also völlig umsonst gewesen, aber das konnten wir ja nicht wissen.

Um 22:15 Uhr waren wir am Münchner Hauptbahnhof. N. machte sich auf den Weg zur U-Bahn, S. musste leider noch ein wenig auf den Zug in die Heimat warten.

Fazit: 

Es war ein fantastisches Wochenende mit tollen Erfolgen für unsere Favoriten aus dem Hohen Norden. Wir haben wahnsinnig lecker gegessen, das Wetter genossen und es uns gut gehen lassen.
Auf den Nervenkitzel am Sonntag hätten wir gern verzichtet und Schnee wäre toll gewesen.

Bis nächstes Jahr, Ramsau, wenns wieder auf geht zum Weihnachtsweltcup unterm Dachstein!

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Wie bitte? Die Mitarbeiter im Öffentlichen Dienst streiken? Die mit den sicheren Arbeitsplätzen, die, die in der Pandemie nicht um ihre Jobs...