Mittwoch, 20. September 2017
Dienstag, 19. September 2017
Pläne für den Winter
Spezialspringen:
08.12.2017 - 09.12.2017 Skisprung-Weltcup Titisee-Neustadt
04.01.2018 VST Innsbruck
18.01.2017 - 21.01.2018 Skiflug-WM Oberstdorf
24.02.2018 - 25.02.2018 Continentalcup Klingenthal
08.12.2017 - 09.12.2017 Skisprung-Weltcup Titisee-Neustadt
04.01.2018 VST Innsbruck
18.01.2017 - 21.01.2018 Skiflug-WM Oberstdorf
24.02.2018 - 25.02.2018 Continentalcup Klingenthal
Nordische Kombination:
15.12.2017 - 17.12.2017 Weltcup Ramsau
26.01.2018 - 28.01.2018 Weltcup Seefeld
23.03.2018 - 26.03.2018 Weltcup Schonach
Zimmer sind gebucht, Zugfahrkarten teilweise gekauft. Wehe es schneit nicht.
Und n kleiner Hinweis an die Lieblingsnationen bzw. -athleten:
Wir verzichten für euch auf Schlaf, Erholung am Wochenende, das heimische Bett und regelmäßige Mahlzeiten.
Stattdessen geben wir, um euch zu sehen, einiges Geld aus und sitzen uns in diversen Zügen, Bussen und Taxen den Hintern breit und stehen uns vor Ort die Füße platt.
Wir hoffen auf entsprechende Würdigung in Form erfreulicher Ergebnisse von euch.
Danke.
Mal sehen, ob uns noch mehr vor die Füße fällt.
Mal sehen, ob uns noch mehr vor die Füße fällt.
Montag, 11. September 2017
Continental-Cup in Stams, Tirol 08.09.2017 - 10.09.2017
Continental-Cup in Stams, Tirol 08.09.2017 - 10.09.2017
Nach OWT und Odorf wollte N. sich eigentlich nur daheim erholen. Es wurde genau eine Woche.
Dieses Jahr nämlich, da fand der Sommer-COC in Stams mal NICHT während der Wiesn statt. Keine Besuffskis im Zug. Sehr schön.
Außerdem versprach das Teilnehmerfeld sehr namhaft zu werden, fast namhafter als der zeitgleich in Russland stattfindende SGP.
Wir wollten unbedingt hin.
Freitag, 08.09.2017
Sonntag, 03.09.2017. Wir haben immer noch keine Unterkunft. Sind fast so weit, Stams abzuschreiben.
Montag, 04.09.2017. N. ruft in Stams in einer Pension an und dort ist tatsächlich noch ein DZ frei. Wir können es kaum glauben. Wie sich später herausstellt, mit Etagenbad aber egal. Wir brauchen nicht viel. Noch etwas später las N., dass es dort Wlan gäbe. Wir zweifelten.
Da es in Stams ja erst am Samstag losgehen sollte, widmeten sich N. und S. am Freitag Vormittag noch ein paar Stunden der bezahlten Arbeit (irgendwie muss man die ganzen Trips zum Sport ja finanziert kriegen) und fuhren erst gegen halb drei los in Richtung Ö.
Von München nach Garmisch, von dort nach Innsbruck und dann weiter nach Stams.
In IBK Hbf hätten wir dann fast unseren Zug nach Stams verpasst. Zug kam, alle stiegen aus. Laut Anzeige sollte der Zug auch nicht weiterfahren, doch es stiegen wieder jede Menge Leutchens ein. In letzter Minute realisierten wir, dass das unser Zug war und sprangen hinein. *hust*
In Stams dann fluchend und keuchend die Koffer den Berg raufgezerrt.
Die Unterkunft war wie erwartet einfach, aber es gab tatsächlich Wlan. N. fand auch sogleich den Zettel mit dem Passwort. Etagenbad, kein TV, aber Wlan.
Wir richteten uns ein wenig ein und gingen dann die Schanze suchen.
Nach dem Schanzenbesuch fanden wir dann noch eine Weide mit kleinen Jungbullen, die zum Teil extrem zutraulich waren.
Nachdem wir sie gefunden hatten, machten wir uns auf den Weg in Richtung Pizzeria. Pizza war gut, doch der Salat mit Joghurtdressing war eher Joghurt mit etwas Salat.
Danach noch lang am Balkon, Wlan ausnutzen.
Samstag, 09.09.2017 - brummelige Norweger, grenzenlose österreichische Freundlichkeit und zu spät an der Wallfahrtskirche
Am Samstag quälten wir uns um halb acht aus dem Bett. Frechheit. Der für den Zeitplan Verantwortliche gehörte sonstwas!
Nach dem Frühstück zur Schanze geschlurft. *motz* *brummel*
Aber so rein vom Teilnehmerfeld her lohnte es sich. Besser besetzt als der SGP. Team Ö mit voller Kapelle. Domen Prevc. Vincent Descombes Sevoie. Team Norwegen u.a. mit Tom Hilde.
Und es waren sogar einige Fans da. Schön. Zu essen hätte es auch was gegeben an der Schanze.
Wir nutzten die Gelegenheit für Autogramme und Fotos. Die Amis waren freundlich und zugänglich wie immer, die freuen sich so arg über ein bisserl Aufmerksamkeit hier im fernen Europa. Die Jungs vom ÖSV ebenfalls, nett und freundlich, wie überhaupt irgendwie alle Leute in Österreich.
N. kann sich nicht erinnern, in Austria jemals unfreundlich behandelt worden zu sein. Schon am Freitag, als wir keuchend den Koffer nach oben zerrten, grüßten uns drei Mädels, die Richtung Skigymnasium liefen. Einfach so, ohne uns zu kennen.
Und auch Fredrik Bjerkeengen aus Norwegen. Jeden Foto-, jeden Autogrammwunsch kommentierte er mit "Sure!"
Krasser Gegensatz dazu Herr Björeng aus Norwegen. Dem musste irgendeine riesengroße Laus über die Leber gelaufen sein. Ok, jeder hat mal einen schlechten Tag, aber ihn kannte man ja stets nur bis über beide Ohren grinsend. Als wir uns die Fahne signieren lassen wollte, nahm er den Stift und dann kam nur ein ziemlich rüdes "Hold it here!" N. und S. sahen sich fast ein wenig erschrocken an. Was war denn mit dem los?
Die Jungs aus den USA waren übrigens so clever und legten das Stückerl Fahne, auf dem sie unterschreiben wollten, einfach auf das Absperrgitter. Gewusst wie!
Jemand wollte in Durchgang eins eine Unterschrift von Tom Hilde, er kommentierte das mit "later", doch er rechnete ganz offensichtlich nicht damit, dann nicht aus Richtung Exit-Gate zu kommen. Stattdessen war er dann schon wieder umgezogen und erlebte den Finaldurchgang als Zuschauer. Ach Tom...im COC kein zweiter Durchgang. Das tat uns selbst weh.
N. holte sich auch noch ein Autogramm von Joachim Hauer und kam so langsam mit den Namen durcheinander. Ein Glück hatten die Norges nicht auch noch Joakim Aune dabei. *gg*
Tom hielt sein Versprechen übrigens und kam auch als Zuschauer vorbei.
N. fotografierte mal wieder für jemand anderen und ist seit dem angetan von Samsung Smartphones. Motorola kann da halt doch nicht so ganz mithalten. *fotossehenauswiemittenindernachtgemacht*
Vier Norweger hatten es in die nächste Runde geschafft, wir hofften sie würden sich noch etwas nach vorn arbeiten können im Finaldurchgang. An einem Sieg der Österreicher zweifelten wir in keinster Weise.
Am Ende gewann Stefan Kraft vor Daniel Huber und Tilen Bartol. Vincent Descombes-Sevoie wurde Vierter, wir hätten ihm das Stockerl gewünscht. Die Norges kamen auf die Plätze 16,19, 23 und 25. Konnte morgen nur besser werden. Von der Siegerehrung sahen wir dann leider nix, weil wegen zu klein und so.
Zurück in die Pension, bissl ausgeruht und dann wie immer an so einem Sport-WE. zu einer Wanderung aufgebrochen: Hängebrückentour
WIR HABEN UNS NICHT EINMAL VERLAUFEN AUF DER GANZEN TOUR!
Der Weg war echt toll, zuerst die Hängebrücke, dann am Steilufer entlang bis zur Wallfahrtskirche Locherboden. Als wir noch ca. 200 Meter von der Kirche entfernt waren, trat ein gewisser Johann André Forfang im fernen Russland als Führender nach dem ersten Durchgang zu seinem zweiten Sprung an.
Am Ende wurde es Platz vier.
Sorry Johann, wenn wir das gewusst hätten, wären wir schneller zur Kirche gelaufen. Vielleicht hätte es dir ja geholfen.
Der Blick auf den Inn war gigantisch, wir konnten uns kaum satt sehen.
Oben an der Kirche war grad eine Hochzeit, die Braut und einige Gäste standen vor der kleinen Kapelle, offenbar wollte man nun Fotos machen. Was fehlte, war der glückliche Ehemann. Die Braut jedenfalls rief mehrmals "Wo ist der Bräutigam, wo ist der Bräutigam?"
N. und S. kicherten in sich rein (der hatte es sich aber schnell anders überlegt...).
Plötzlich tat es unten im Inntal einen Schlag. S. fragte sich, ob Tom Hilde auf der Suche nach ES2 so eskaliert sei (bevor wir los gelaufen waren, hatten wir auf Insta noch Toms Frage nach einer Übertragung des SGP gelesen). Aber erstens war das Springen ja schon rum und dann kamen wir drauf, dass das eher ein Böllerschuss war.
Nach der Kirche kamen wir dann aufs Mieminger Hochplateau. Die Älteren unter uns erinnern sich evtl. noch an den Bergdoktor.
Der Rückweg wieder entlang des Steilufers, wir gingen mit höchster Konzentration.
Nach der Tour in die Pension und erstmal aufs Bett gesunken. Nicht bewegen, Wlan nutzen.
Zum Abendessen schritten wir diesmal ins Stift. E. aus I. hatte den Tipp gegeben und es lohnte sich absolut. Die besten Kasspatzn unseres Lebens. Man schmeckte richtig den guten Käse. Und der Salat verdiente diesmal seinen Namen.
Mit im Restaurant ein Ehepaar mit zwei Kindern, der Junge drei Jahre alt, das Mädchen fünf oder sechs. Als die vier mit dem Essen fertig waren, gingen die zwei kleinen Mäuse an die Bar und der Junge verlangte die Rechnung, das war zu süß. Der Mann hinter der Bar fragte, ob er heute bezahlen würde. *gg*
Den Rest des Abends verbrachten wir faul auf dem Bett.
Ach ja, es gibt in Stams einen Getränkeautomaten. Gibt leider kein Wasser da, aber Almdudler. Ist an der Hauptstraße, gleich bei der Pizzeria.
Sonntag, 10.09.2017 - and the rain was (again) falling down on us...
Schau, schau wias regnen tuat
Am Sonntag war die Probe um neun, der erste DG begann um 10. Wir fielen mal wieder viel zu früh aus dem Bett und schlurften zum Frühstück. Es war nun noch ein weiterer Gast in der Pension, ein Herr aus Enschede in den Niederlanden, der von dort mit dem Fahrrad bis nach Rom unterwegs war.
Wir drückten ihm unsere Hochachtung aus.
Nach dem Essen auf zur Schanze. Es war bedeckt, die Wolken hingen tief, sehr tief. Laut Wetterbericht sollte es am heutigen Tage regnen. Wir hofften auf das Beste.
Es regnete das ganze Springen über. Es schüttete.
Am Ende gewann Daniel Huber vor Stefan Kraft und Vincent Descombes Sevoie.
Bester Norweger am heutigen Tage war Joachim Hauer auf Platz 11. Und im Zusammenhang mit "Jokke" wunderte uns eins doch sehr: Nach seinem Sprung in DG 2 standen drei seiner Teamkollegen (wer genau konnten wir aufgrund von Regenjacken nicht erkennen) und riefen ihm irgendetwas zu. Daraufhin zog Joachim sich um, aber ging ewig nicht zu seinen Kollegen. Sehr ungewöhnlich für Team Norge...
Wir verzichteten auf die Ehrung der Sieger, sondern machten uns auf schnellstem Wege auf zur Pension und holten die Koffer. Noch eine heiße Suppe im Stift (wieder sehr sehr gut) und danach auf zum Bahnhof und ab nach Hause.
Nach OWT und Odorf wollte N. sich eigentlich nur daheim erholen. Es wurde genau eine Woche.
Dieses Jahr nämlich, da fand der Sommer-COC in Stams mal NICHT während der Wiesn statt. Keine Besuffskis im Zug. Sehr schön.
Außerdem versprach das Teilnehmerfeld sehr namhaft zu werden, fast namhafter als der zeitgleich in Russland stattfindende SGP.
Wir wollten unbedingt hin.
Freitag, 08.09.2017
Sonntag, 03.09.2017. Wir haben immer noch keine Unterkunft. Sind fast so weit, Stams abzuschreiben.
Montag, 04.09.2017. N. ruft in Stams in einer Pension an und dort ist tatsächlich noch ein DZ frei. Wir können es kaum glauben. Wie sich später herausstellt, mit Etagenbad aber egal. Wir brauchen nicht viel. Noch etwas später las N., dass es dort Wlan gäbe. Wir zweifelten.
Da es in Stams ja erst am Samstag losgehen sollte, widmeten sich N. und S. am Freitag Vormittag noch ein paar Stunden der bezahlten Arbeit (irgendwie muss man die ganzen Trips zum Sport ja finanziert kriegen) und fuhren erst gegen halb drei los in Richtung Ö.
Von München nach Garmisch, von dort nach Innsbruck und dann weiter nach Stams.
In IBK Hbf hätten wir dann fast unseren Zug nach Stams verpasst. Zug kam, alle stiegen aus. Laut Anzeige sollte der Zug auch nicht weiterfahren, doch es stiegen wieder jede Menge Leutchens ein. In letzter Minute realisierten wir, dass das unser Zug war und sprangen hinein. *hust*
In Stams dann fluchend und keuchend die Koffer den Berg raufgezerrt.
Die Unterkunft war wie erwartet einfach, aber es gab tatsächlich Wlan. N. fand auch sogleich den Zettel mit dem Passwort. Etagenbad, kein TV, aber Wlan.
Wir richteten uns ein wenig ein und gingen dann die Schanze suchen.
Nach dem Schanzenbesuch fanden wir dann noch eine Weide mit kleinen Jungbullen, die zum Teil extrem zutraulich waren.
Nachdem wir sie gefunden hatten, machten wir uns auf den Weg in Richtung Pizzeria. Pizza war gut, doch der Salat mit Joghurtdressing war eher Joghurt mit etwas Salat.
Danach noch lang am Balkon, Wlan ausnutzen.
Samstag, 09.09.2017 - brummelige Norweger, grenzenlose österreichische Freundlichkeit und zu spät an der Wallfahrtskirche
Am Samstag quälten wir uns um halb acht aus dem Bett. Frechheit. Der für den Zeitplan Verantwortliche gehörte sonstwas!
Nach dem Frühstück zur Schanze geschlurft. *motz* *brummel*
Aber so rein vom Teilnehmerfeld her lohnte es sich. Besser besetzt als der SGP. Team Ö mit voller Kapelle. Domen Prevc. Vincent Descombes Sevoie. Team Norwegen u.a. mit Tom Hilde.
Und es waren sogar einige Fans da. Schön. Zu essen hätte es auch was gegeben an der Schanze.
Wir nutzten die Gelegenheit für Autogramme und Fotos. Die Amis waren freundlich und zugänglich wie immer, die freuen sich so arg über ein bisserl Aufmerksamkeit hier im fernen Europa. Die Jungs vom ÖSV ebenfalls, nett und freundlich, wie überhaupt irgendwie alle Leute in Österreich.
N. kann sich nicht erinnern, in Austria jemals unfreundlich behandelt worden zu sein. Schon am Freitag, als wir keuchend den Koffer nach oben zerrten, grüßten uns drei Mädels, die Richtung Skigymnasium liefen. Einfach so, ohne uns zu kennen.
Und auch Fredrik Bjerkeengen aus Norwegen. Jeden Foto-, jeden Autogrammwunsch kommentierte er mit "Sure!"
Krasser Gegensatz dazu Herr Björeng aus Norwegen. Dem musste irgendeine riesengroße Laus über die Leber gelaufen sein. Ok, jeder hat mal einen schlechten Tag, aber ihn kannte man ja stets nur bis über beide Ohren grinsend. Als wir uns die Fahne signieren lassen wollte, nahm er den Stift und dann kam nur ein ziemlich rüdes "Hold it here!" N. und S. sahen sich fast ein wenig erschrocken an. Was war denn mit dem los?
Die Jungs aus den USA waren übrigens so clever und legten das Stückerl Fahne, auf dem sie unterschreiben wollten, einfach auf das Absperrgitter. Gewusst wie!
Jemand wollte in Durchgang eins eine Unterschrift von Tom Hilde, er kommentierte das mit "later", doch er rechnete ganz offensichtlich nicht damit, dann nicht aus Richtung Exit-Gate zu kommen. Stattdessen war er dann schon wieder umgezogen und erlebte den Finaldurchgang als Zuschauer. Ach Tom...im COC kein zweiter Durchgang. Das tat uns selbst weh.
N. holte sich auch noch ein Autogramm von Joachim Hauer und kam so langsam mit den Namen durcheinander. Ein Glück hatten die Norges nicht auch noch Joakim Aune dabei. *gg*
Tom hielt sein Versprechen übrigens und kam auch als Zuschauer vorbei.
N. fotografierte mal wieder für jemand anderen und ist seit dem angetan von Samsung Smartphones. Motorola kann da halt doch nicht so ganz mithalten. *fotossehenauswiemittenindernachtgemacht*
Vier Norweger hatten es in die nächste Runde geschafft, wir hofften sie würden sich noch etwas nach vorn arbeiten können im Finaldurchgang. An einem Sieg der Österreicher zweifelten wir in keinster Weise.
Am Ende gewann Stefan Kraft vor Daniel Huber und Tilen Bartol. Vincent Descombes-Sevoie wurde Vierter, wir hätten ihm das Stockerl gewünscht. Die Norges kamen auf die Plätze 16,19, 23 und 25. Konnte morgen nur besser werden. Von der Siegerehrung sahen wir dann leider nix, weil wegen zu klein und so.
Zurück in die Pension, bissl ausgeruht und dann wie immer an so einem Sport-WE. zu einer Wanderung aufgebrochen: Hängebrückentour
WIR HABEN UNS NICHT EINMAL VERLAUFEN AUF DER GANZEN TOUR!
Der Weg war echt toll, zuerst die Hängebrücke, dann am Steilufer entlang bis zur Wallfahrtskirche Locherboden. Als wir noch ca. 200 Meter von der Kirche entfernt waren, trat ein gewisser Johann André Forfang im fernen Russland als Führender nach dem ersten Durchgang zu seinem zweiten Sprung an.
Am Ende wurde es Platz vier.
Sorry Johann, wenn wir das gewusst hätten, wären wir schneller zur Kirche gelaufen. Vielleicht hätte es dir ja geholfen.
Der Blick auf den Inn war gigantisch, wir konnten uns kaum satt sehen.
Oben an der Kirche war grad eine Hochzeit, die Braut und einige Gäste standen vor der kleinen Kapelle, offenbar wollte man nun Fotos machen. Was fehlte, war der glückliche Ehemann. Die Braut jedenfalls rief mehrmals "Wo ist der Bräutigam, wo ist der Bräutigam?"
N. und S. kicherten in sich rein (der hatte es sich aber schnell anders überlegt...).
Plötzlich tat es unten im Inntal einen Schlag. S. fragte sich, ob Tom Hilde auf der Suche nach ES2 so eskaliert sei (bevor wir los gelaufen waren, hatten wir auf Insta noch Toms Frage nach einer Übertragung des SGP gelesen). Aber erstens war das Springen ja schon rum und dann kamen wir drauf, dass das eher ein Böllerschuss war.
Nach der Kirche kamen wir dann aufs Mieminger Hochplateau. Die Älteren unter uns erinnern sich evtl. noch an den Bergdoktor.
Der Rückweg wieder entlang des Steilufers, wir gingen mit höchster Konzentration.
Nach der Tour in die Pension und erstmal aufs Bett gesunken. Nicht bewegen, Wlan nutzen.
Zum Abendessen schritten wir diesmal ins Stift. E. aus I. hatte den Tipp gegeben und es lohnte sich absolut. Die besten Kasspatzn unseres Lebens. Man schmeckte richtig den guten Käse. Und der Salat verdiente diesmal seinen Namen.
Mit im Restaurant ein Ehepaar mit zwei Kindern, der Junge drei Jahre alt, das Mädchen fünf oder sechs. Als die vier mit dem Essen fertig waren, gingen die zwei kleinen Mäuse an die Bar und der Junge verlangte die Rechnung, das war zu süß. Der Mann hinter der Bar fragte, ob er heute bezahlen würde. *gg*
Den Rest des Abends verbrachten wir faul auf dem Bett.
Ach ja, es gibt in Stams einen Getränkeautomaten. Gibt leider kein Wasser da, aber Almdudler. Ist an der Hauptstraße, gleich bei der Pizzeria.
Sonntag, 10.09.2017 - and the rain was (again) falling down on us...
Schau, schau wias regnen tuat
Am Sonntag war die Probe um neun, der erste DG begann um 10. Wir fielen mal wieder viel zu früh aus dem Bett und schlurften zum Frühstück. Es war nun noch ein weiterer Gast in der Pension, ein Herr aus Enschede in den Niederlanden, der von dort mit dem Fahrrad bis nach Rom unterwegs war.
Wir drückten ihm unsere Hochachtung aus.
Nach dem Essen auf zur Schanze. Es war bedeckt, die Wolken hingen tief, sehr tief. Laut Wetterbericht sollte es am heutigen Tage regnen. Wir hofften auf das Beste.
Es regnete das ganze Springen über. Es schüttete.
Am Ende gewann Daniel Huber vor Stefan Kraft und Vincent Descombes Sevoie.
Bester Norweger am heutigen Tage war Joachim Hauer auf Platz 11. Und im Zusammenhang mit "Jokke" wunderte uns eins doch sehr: Nach seinem Sprung in DG 2 standen drei seiner Teamkollegen (wer genau konnten wir aufgrund von Regenjacken nicht erkennen) und riefen ihm irgendetwas zu. Daraufhin zog Joachim sich um, aber ging ewig nicht zu seinen Kollegen. Sehr ungewöhnlich für Team Norge...
Wir verzichteten auf die Ehrung der Sieger, sondern machten uns auf schnellstem Wege auf zur Pension und holten die Koffer. Noch eine heiße Suppe im Stift (wieder sehr sehr gut) und danach auf zum Bahnhof und ab nach Hause.
Sonntag, 3. September 2017
Kombi Sommer Grand Prix Oberwiesenthal und Oberstdorf 2017
Oberwiesenthal, 18.08 - 20.08.2017
Vorwort...
Nachdem der letztjährige SGP aus unserer Sicht (Norweger-Fans) so grandios verlaufen war, mussten wir da heuer unbedingt wieder hin.
N. war sich jedoch lange Zeit unsicher, ob der erste Teil der Reise im Jahre 2017 überhaupt würde möglich sein, da sie erst seit Juli 2017 eine neue Arbeitsstelle hat und man ja eigentlich sechs Monate keinen Urlaub kriegt.
Aber eine nette Chefin und wenig Arbeit im Sommer machten es möglich und N. konnte fahren.
Schon eine ganze Weile vorher hatte S. via booking.com zwei Einzelzimmer in einem schönen kleinen Hotel in Oberweisenthal, wie die Jungs vom Team USA zu sagen pflegen, reserviert.
Am 06.08.2017 tat sich jedoch ein super günstiges Angebot von den Rathaushotels auf, 110,- € für vier Übernachtungen mit Frühstück im DZ.
Also wurden die Einzelzimmer storniert und das DZ gebucht.
N. und S. freuten sich.
Am Abend vor der geplanten Abreise rief das Hotel bei S. an und teilte mit, dass es in dem von uns gebuchten Zimmer kein Wasser gäbe und man uns umquartieren müsse.
N. und S. freuten sich nicht mehr.
Vom Rathaushotel in eine Pension "Am Kirchberg" hatte man uns umquartiert...*motz* *brummel*
So langsam aber sicher fragten wir uns echt, ob mal einer unserer Trips zum Sport ohne Probleme über die Bühne würde gehen können...
Also eigentlich freuten wir uns ja schon länger nicht mehr, da Team Norge den heurigen SGP ausließ.
Angeblich wollte man ja für Olympia trainieren. Jeder der sich nur halbwegs mit der Kombi befasst und auskannte, wusste den wahren Grund...Trainingslager in Planica...exakt in der Woche, in der der erste Teil des SGP stattfand.
In Planica dann, im September, da treten sie an. Genau den Bewerb lässt das deutsche Team aus....
Dabei hätten sie im TS am Samstag drei Teams starten lassen dürfen und insgesamt acht Athleten. Mehr als Norwegen Leute im A-Kader hat.
Affentheater, echt. Kindergarten.
Tøffel!
Tøffel!
Freitag, 18.08.2017 - Willy tritt auf den Plan and the rain was falling down on us...
Am frühen Freitag morgen machte N. sich via ICE auf den Weg ins schöne Nürnberg, um sich dort zwecks Weiterfahrt mit S. zu treffen.
Von NBG nach Hof, von Hof nach Flöha,von dort weiter nach Annaberg-Buchholz und dann mit dem Bus ins Zielgebiet nach OWT.
Wie schon im letzten Jahr war es kochend heiß. Der Bus in OWT fuhr leider nicht so weit hinauf wie gehofft. Wir zerrten unsere Koffer schwitzend, keuchend und fluchend die Straße "Am Kirchberg" hinauf.
Im Rathaushotel erfuhren wir dann, dass wir wieder ein Stück hinunter müssten zu unserem Ausweichquartier. .*motz* *brummel*
Frühstück und Abendessen würde es jedoch oben im Rathaushotel geben.
Wir erfrischten uns etwas, gingen Getränke kaufen und machten uns dann auf den Weg zum Abendessen. Es war immer noch tierisch heiß.
N. hatte Richtung Himmel geblickt und die Mitnahme eines Schirms empfohlen, doch dazu später mehr.
Es gab einen "Böhmischen Abend", mit Fleisch, Kraut, Knödeln, Linsensuppe mit Speck. Nichts ohne Fleisch, nicht mal Nudeln mit Sauce.
Wer will denn bei 35 Grad im Schatten deftige bömische Küche? Wir wollten es jedenfalls nicht. Aus diesem Grund aßen wir etwas vom Salaltbuffet und Eis zum Nachtisch, auf den Hauptgang wurde verzichtet.
Den wollten wir uns dann in Form vom einem Bagel in der neuseeländischen Bar "kiwi's" holen.
Wie gesagt, wir wollten es. Nüscht. Bagels neuerdings nur noch im Winter. .*motz* *brummel*
Stattdessen gab es Wraps. Mit so viel Sauce, dass wir sie später an der Schanze kaum unfallfrei essen konnten.
Den PCR hatte man in diesem Jahr ja leider auf den frühen Nachmittag verlegt, so das wir leider darauf verzichten mussten. Stattdessen stand der erste Bewerb der Damen am Programm.
Auf dem Weg zur Schanze mit einem Mann ins Gespräch gekommen, der einen total süßen kleinen Hund dabei hatte. Willy, elf Jahre alt. Der Hund, nicht der Mann.
Willy geknuddelt.
Aus Meißen kamen sie und Herrchen war begeistert, dass wir Meißen kannten. Es stellte sich heraus, dass der Mann kein Fan von Eric Frenzel war (dass es sowas in Sachsen gab). Er meinte Willy würde schon dafür sorgen, dass mal jemand Anderes gewann.. *gg*
Wir waren gespannt.
Also auf zur Schanze und zu den Damen.
Sehr schön, ein Wettkampf der Mädels fehlte nämlich noch auf meiner Liste.
Ramona Straub gewann das erste Springen dann.
Ramona Straub gewann das erste Springen dann.
Nach dem Wettkampf sollte es dann noch eine Schanzenparty geben. Zur Siegerehrung marschierte dann noch eine Bergmannskapelle auf. Beim Steigerlied sangen nicht wenige mit.
Glück Auf!
Glück Auf!
Die Ehrung war vorbei, es fing an zu tröpfeln. Ach, geht noch ohne Schirm, wir sind ja nicht aus Zucker.
Schanzenareal verlassen, stockdunkle Treppen erreicht. Es regnete vernehmlich.
Unten im Ort - es goß aus Eimern. Schirm tief ins Gesicht gezogen und versucht die Handtasche mit Geld und Handy drin zu schützen.
In unseren Schuhen stand das Wasser, die Jeans klebte an den Beinen, die Haare im Gesicht.
Jetzt hatte es sich abgekühlt, aber es schüttete weiter und so konnten wir nicht mal mit offenem Fenster schlafen.
Oh the glamorous life of Nordic Combined, wie Team USA zu sagen pflegt....
Samstag, 19.08.20107 - Willys erster Streich...
Wie üblich sollte es in OWT ja erst am Nachmittag losgehen und so unternahmen wir wie üblich eine Wanderung. Genauer gesagt gingen wir die Tatjana-Hüfner-Tour und dehnten diese noch um einen Abstecher ins tschechische Boží Dar aus, auf deutsch Gottesgab genannt.
Am Anfang taten wir uns ein wenig schwer den Einsteig in die Tour zu finden, aber die Mühe lohnte sich.
Wir erholten uns kurz in der Pension, packten dann das Nötigste wieder zusammen und machten uns auf den Weg zur Schanze, als Proviant ein Stück Kuchen dabei.
Das Springen gewann Team AUT I vor GER III und JAP I. Auf vier Team CZ I vor FIN I.
Nach dem Springen bummelten wir gemütlich runter zum Marktplatz um den Lauf zu verfolgen. Wir waren gespannt ob die Prophezeiung von Willys Herrchen eintreffen würde.
Beim Laufen waren wir als einzige NICHT für Deutschland. Jaa, wir machen uns gern unbeliebt.
Wir hofften auf einen Sieg der Tschechen, wirklich daran glauben konnten wir nicht.
Doch es reichte. 0,3 Sekunden lagen Miroslav Dvorak und Tomas Portyk am Ende vorn. Die Zwei strahlten am Stockerl wie die Honigkuchenpferde und wir freuten uns mit ihnen. N. freute sich für Ilkka Herola und Eero Hirvonen, die auf Platz sechs kamen.
Willy did it! Good boy!
Nen Sandwich wollten wir. Genau, wir wollten es. Leider war es nach 20 Uhr. Keine Sandwiches nach acht Uhr. *motz* *brummel*
Nach einigem Überlegen nen Flammkuchen bestellt. Nicht bereut.
In der Bar gibt es Sky und zu sehen gab es Rattenball Leipzig gegen Schalke 05.
Wir waren als einzige NICHT für Leipzig. Jaa, wir machen uns gern unbeliebt.
Nach dem "kiwi's" in der Pension noch ewig im Eingangsbereich gegessen, da nur dort das Wlan ging. Es war ein wenig kühl, aber was tut man nicht alles für kostenloses Internet.
Sonntag, 20.08.2017 ...und der zweite folgt sogleich...und ein verschwundener Bus...
Alles für den Tag nicht mehr benötigte in den Koffer gestopft, den Rest in den Rucksack. Zum Frühstück ins Rathaushotel gedackelt. Das Frühstück war echt toll, da gab es nichts zu meckern.
Alles was man wollte. Und noch mehr.
Als wir die Koffer bis zum Nachmittag dort unterstellen und unsere Rechnung begleichen wollten, stand ein Mann wutentbrannt an der Rezeption und gab an, in den von ihm gebuchten Zimmern gäbe es kein Wasser. N. und S. guckten sich an und wunderten sich, dass man diesen Mann nicht auch vorher informiert und umgebucht hatte.
Wir trödelten ein wenig herum, machten uns zu spät auf den Weg zur Schanze, weswegen wir den Anfang der Probe verpassten.
Pünktlich zu Ben Berend waren wir vor Ort und wurden mit einem tollen Sprung auf 103 Meter belohnt. Ach wenn die Probe nur schon der Wettkampf gewesen wäre...
10:32 Uhr begann das Springen, das Laufen war diesmal für 13 Uhr angesetzt. Wir fingen langsam an zu bangen. Um 14:50 Uhr sollte unser Bus nach Chemnitz gehen und schon wieder begannen die Verspätungen.
Das Springen zog sich wie Kaugummi, wir zittern und zitterten, den Lauf würden wir schon noch gerne sehen.
Eine Windpause nach der anderen. Am Ende dauerte das Springen bis 11:44 Uhr. Auch für die Jungs war das nicht schön, hatten sie dadurch doch nur noch eine gute Stunde zum Vorbereiten und Warmlaufen.
Am Ende gewann Mario Seidl aus Österreich, knapp 40 Sekunden lag er vor den guten Läufern. Wir hofften er würde es halten können.
Wir gemütlich runter zum Marktplatz gebummelt. N. wollte sich ne Bratwurst kaufen, die Idee hatten aber gefühlt 100 andere Leute auch. Auf die Wurst verzichtet. Hunger gelitten.
Guten Platz am Marktplatz gesucht und das Warmlaufen verfolgt.
Im Lauf dann Mario angefeuert. Jaa, wir machen uns gern unbeliebt. Und er schaffte es. Er hatte es mal überlebt.
Außerdem freuten wir uns sehr für die Jungs auf den Plätzen sieben, neun, zehn und elf, namentlich Kristjan Ilves, Ilkka Herola, Eero Hirvonen und Taylor Flechter.
Lauf zeitgerecht beendet. Aufatmen unsererseits. Dass der Tag noch interessant werden sollte, konnten wir ja noch nicht wissen.
Zur Siegerehrung auf die andere Seite durchgeboxt. Dabei Willys Herrchen getroffen. Herrchen meinte Willy sei völlig erledigt von dem ganzen Rummel.
Willy zur guten Arbeit gratuliert und uns verabschiedet.
Lasse Ottesen äußerte sich zum Geschehen und N. war mal wieder von den fantastischen Deutschkenntnissen des Norwegers begeistert.
Siegerehrung geguckt, danach ins Hotel Koffer geholt. Team AUT war im gleichen Hotel untergebracht und man begrüsste uns freundlich. Die sind so locker drauf, immer und jederzeit, es ist eine echte Freude.
Als wir das Hotel betraten und dort noch mal aufs Klo wollten, wurden wir gefragt, ob wir Gäste des Hauses seien.
Wir in Gedanken "Ja leider, aber dieser Fehler wird uns mit Sicherheit in Zukunft nicht mehr unterlaufen!"
Wenigstens lebte der Tscheche noch.
Koffer geschnappt und zur angedachten Bushaltestelle gelaufen. Diesmal in aller Ruhe. Dort angekommen stellten wir jedoch fest, dass der Bus, der um 14:50 Uhr nach Chemnitz fahren sollte, nicht mehr am Plan stand.
Weg, einfach weg.
Wir dem Zusammenbruch nahe.
Um 15:40 sollte einer gehen, damit würde N. aber nicht mehr am gleichen Tag nach Hause kommen (S. fuhr nach OWT weiter Richtung Osten und blieb noch ein paar Tage im schönen Sachsen).
Mit dem Handy um Hilfe gegoogelt. Hilfe gefunden.
Ganz einfach: Mit dem Bus von OWT nach Schwarzenberg um 15:00 Uhr. Um 15:56 Uhr mit dem Zug von Schwarzenberg nach Zwickau, von dort um 17:28 Uhr nach Hof. 18:39 von Hof nach Nürnberg und dort dann um 21:03 Uhr nach MUC. Ankunft dort 22:09 Uhr.
Zeitplan auf die Eintrittskarte gekritzelt.
N. dankte dem Erfinder des Smartphones und des mobilen Internets auf Knien.
S. musste leider bis 15:40 Uhr auf ihren Bus nach Chemnitz warten.
Die Landschaft auf der Fahrt nach Schwarzenberg über die Höhen des Erzgebirges war dann ein Traum.
In Schwarzenberg aus dem Bus gekrabbelt und zum Bahnhof. Nach Zwickau gefahren. Es war kalt, es regnete und ich hatte Hunger. Es gabs nichts zu kaufen. Mit mir am Bahnhof n Trupp besoffner Fans von Union Berlin.
Gott sei Dank fuhren sie in die andere Richtung, nach Leipzig/Halle.
Um 20 Uhr in Nürnberg konnte ich mir endlich was zu futtern besorgen, 12 Stunden nach dem Frühstück. Eine Schnitzelsemmel und ein Schokoriegel können der Himmel auf Erden sein.
Todmüde daheim angekommen, todmüde in der Arbeit gewesen.
Aber für die Kombi und ihre Goldstücke von Athleten tu ich fast alles.
Oberstdorf, 25.08. - 27.08.2017
Freitag, 25.08.2017
Nachdem N. sich eine Woche im Büro erholt hatte *hust* und auch S. aus dem Kurzurlaub im schönen Sachsen zurück war, machten wir uns erneut auf den Weg. *missionecombinatanordica* In Odorf ging es ja wie immer erst um 18 Uhr los und aus diesem Grund verbrachte N. erst ein paar Stunden im Büro, ehe sie sich gegen 11:40 Uhr auf dem Weg zum Münchner Hauptbahnhof machte.
Leider hieß dies aufstehen um 4:30 Uhr.
Aber wie gesagt, für die Kombi tue ich nahezu alles.
Warum wussten wir jedoch nicht. Eventuell war man ja der Meinung, dass Odorf nicht in Deutschland sei. Wir wussten es nicht und freuten uns sehr drüber. Das B-Team hatten wir auch lange nicht mehr gesehen. Riiber, Björnstad, Tiller und 2 x Oftebro.
N. fasste den Plan, weitere Brüderpaare auf der Schmidfahne unterschreiben zu lassen. 2 x Schmid und 1x Riiber hatte ich dort ja schon.
Alles Nötige in den Rucksack gestopft und auf den Weg zur Schanze gemacht mit einem Halt bei der örtlichen Nordsee-Filiale für den Erwerb von Proviant.
Im Probedurchgang stellten wir irgendwann mit Ensetzen fest, dass nur die deutschen Athleten an den Zuschauern vorbei liefen, alle anderen nahmen den Lift auf der anderen Seite des Stadions.
*motz* *brummel*
Doch leider Gottes ging irgendwann der eine Lift kaputt und die Jungs kamen alle direkt an den Zuschauern vorbei.
N. und S. holten sich Autogramm auf die Fahnen, genossen das milde Spätsommerwetter und freuten sich des Lebens. S. schenkte den Amerikanern für die Autogramme ein wenig Schokolade und Ben Berend freute sich besonders drüber "Uhh, I LOVE chocolate!"
Sie sind ja alle ganz toll, aber die Amerikaner freuen sich immer so sehr über ein wenig Aufmerksamkeit hier im fernen Europa. Dieses Strahlen in den Gesichtern muss man gesehen haben.
Das Springen gewann dann Harald Johnas Riiber aus Norwegen. N. und S. freuten sich sehr. Gleicher Ort wie letztes Jahr und der Sieger kam aus der gleichen Familie wie der letztjährige. Ok, gewinnen würde Harald am Ende nicht können, aber einen Platz unter den Top 15 trauten wir ihm schon zu.
Schönen Platz an der Laufstrecke gesucht und den Aufbau beobachtet.
Plötzlich meldete sich der Stadionsprecher und verkündete, dass der Sieger des Springens leider habe dsq werden müssen, da der Anzug leider nicht gepasst habe.
N. und S. liefen vor Wut rot an....du Depp, du Depp, du depperter Depp.
N. und S. beschlossen, am nächsten Tag eine Tafel Kinderschokolade zu erwerben und Herrn Riiber diese dann mit einer kleinen Notiz darin zu überreichen.
*wüt* *brummel*
Neben N. standen zwei Mädchen und das eine meinte dann, es wäre doch gut, dass der Norweger dsq sei, dann wäre der Deutsche wenigstens vorn.
*wüt* *brummel*
Am Ende gewann Eric Frenzel vor Johannes Rydzek und Mario Seidl. Tomas Portyk wurde Vierter. Das Publikum feierte nur Eric. N. und S. wunderten sich sehr. Erstens sind beide Deutsche und zweitens ist Oberstdorf ja Rydzek-Land. Immer diese Gelegenheitszuschauer. *kannmandraufverzichten*
*wüt* *brummel*
Nächstes Ärgernis Siegerehrung. In Odorf dürfen nur die besten Drei zur Ehrung und so blieb Tomas leider außen vor.
*wüt* *brummel*
In der Pension saßen wir dann noch lange am Balkon, nützten das Wlan und futterten Knabberzeugs.
Samstag, 26.08.2017
Am Samstag wollten wir aufs Nebelhorn und hofften diesmal auf besseres Wetter als vor zwei Jahren, als der Berg seinem Namen alle Ehre machte.
Eis und Aussicht wollten wir.
An jeder der drei Gondelstationen mussten wir ein wenig warten, aber egal. Hatten ja Zeit. Ging ja erst abends wieder los.
Oben dann strahlender Sonnenschein und Fernsicht. *chebellalavita*
Zuerst die restlichen paar Meter rauf aufs Gipfelkreuz. Menschenauflauf.
Dann wieder runter ins Lokal, Eis gekauft.
Nach dem Verzehr des Eises zum Zeigersattel gelaufen und auf den Seealpsee geguckt. Nächstes Jahr laufen wir dann dorthin.
Als wir genug rumgeguckt hatten, fuhren wir langsam wieder runter, ruhten uns in der Pension ein wenig aus und gingen dann zuerst zur Nordsee und wieder ins Stadion. Im Gepäck die Schokolade für H. Riiber mit dem kleinen Zettelchen drin.
Die wollte ich ihm im Verlauf des Tages geben.
Autogramme von Harald und Simen geholt.
Harald stürzte in der Probe. N. war hin und her gerissen. Die Schoki wäre ja zum Aufmuntern gewesen, aber der Zettel war fies. Aber länger warten? *beiteamnorgeweißmanjanie*
Harald die Schoki gegeben: "A little something to cheer you up!" Er freute sich sehr.
Er stürzte dann auch im Bewerb. N. plagte das schlechte Gewissen....das mit dem skredder war ja eigentlich das A-Team gewesen....ach man! :(
Das Springen gewann dann Mario Seidl vor Akito Watabe und Takehiro Watanabe. 1:26 Vorsprung hatte Mario vor den guten Läufern. Wir waren der Meinung, dass das reichen würde.
Bei den vorherigen Bewerben war Ben Berend immer knapp an den Weltcuppunkten, es wären seine ersten gewesen, gescheitert. Er bekam wieder etwas Schoki als Motivation. Freute sich sehr.
Doch es kam diesmal rabenschwarz für ihn, dsq im Springen.
Der Lauf war wieder spannend ohne Ende, wir als einzige für Mario. *mitelchundösifahne*
Alle anderen wieder für Eric Frenzel. Niemand für Johannes...*ohneworte*
Am Ende reichte es für Mario. 22 Sekunden vor Fabian und Eric.
Kristjan Ilves war auf Platz fünf eingekommen, doch zur Siegerehrung durfte er ja leider nicht.
*motz* *brummel*
Später lasen wir dann, dass der arme Harald im Lauf nicht ins Ziel gekommen war. N. fühlte sich schlecht und beschloss, sich via Instagram-Nachricht bei dem armen Kerl zu entschuldigen.
Diesmal war es, im Gegensatz zu gestern, sehr leer bei der Siegerehrung im Stadion.
Tolle Fans....
Uns egal. Wir blieben und feierten Mario.
Er hatte die Führung im SGP verteidigt und da Team D zum letzten Bewerb ja nur den B-Kader schicken wird, den Gesamtsieg nahezu sicher.
Später gab es dann noch die Ehrung vom Youth Cup.
Johan Fredriksen Orset und Antonin Vaxelaire scheinen die Stars bei den Mädels zu sein.
Ein Gekreische (Vergessen sie ALLES, was über Konzerte von Justin Bieber usw. wussten!!!)
Uns fielen bald die Ohren ab.
Nach dem Feuerwerk machten wir uns dann auch auf den Weg zur Pension. Schade, SGP für uns für diese Saison beendet.
Aber heute ist nicht aller Tage, wir kommen wieder, keine Frage!
Sonntag, 27.08.2017
Am nächsten Tag plagte N. immer noch das schlechte Gewissen und sie tippte eine Nachricht an den großen Riiber.
Nachricht getippt, dann Koffer gepackt und zum Bahnhof gezerrrt. Dort ins Schließfach gestopft und zur üblichen Wanderung gestartet.
Zum Freibergsee wollten wir. Kamen wir letzten Endes auch. Mit einem kleinen Umweg. Zwei Mal kamen wir an der Flugschanze vorbei.
Am Freibergsee ein Eis gekauft und ermattet auf den Boden gesunken. Stockschwül war es an dem Tag.
Zurück am Bahnhof bissl mit dem Handy gespielt und gesehen, dass Harald tatsächlich geantwortet hatte. Er nahms locker. N. war erleichtert.
Jetzt war alles gut.
Freitag, 25.08.2017
Nachdem N. sich eine Woche im Büro erholt hatte *hust* und auch S. aus dem Kurzurlaub im schönen Sachsen zurück war, machten wir uns erneut auf den Weg. *missionecombinatanordica* In Odorf ging es ja wie immer erst um 18 Uhr los und aus diesem Grund verbrachte N. erst ein paar Stunden im Büro, ehe sie sich gegen 11:40 Uhr auf dem Weg zum Münchner Hauptbahnhof machte.
Leider hieß dies aufstehen um 4:30 Uhr.
Aber wie gesagt, für die Kombi tue ich nahezu alles.
Am Bahnhof erstmal was zu trinken besorgt und dann den Koffer in Richtung Pension gezerrt. Wir hatten wieder was mit W-lan und Bergbahn inklusive gefunden und waren sehr zufrieden mit uns. Noch zufriedener waren wir damit, dass nun auch Team Norge sich die Ehre gab.
Warum wussten wir jedoch nicht. Eventuell war man ja der Meinung, dass Odorf nicht in Deutschland sei. Wir wussten es nicht und freuten uns sehr drüber. Das B-Team hatten wir auch lange nicht mehr gesehen. Riiber, Björnstad, Tiller und 2 x Oftebro.
N. fasste den Plan, weitere Brüderpaare auf der Schmidfahne unterschreiben zu lassen. 2 x Schmid und 1x Riiber hatte ich dort ja schon.
Alles Nötige in den Rucksack gestopft und auf den Weg zur Schanze gemacht mit einem Halt bei der örtlichen Nordsee-Filiale für den Erwerb von Proviant.
Im Probedurchgang stellten wir irgendwann mit Ensetzen fest, dass nur die deutschen Athleten an den Zuschauern vorbei liefen, alle anderen nahmen den Lift auf der anderen Seite des Stadions.
*motz* *brummel*
Doch leider Gottes ging irgendwann der eine Lift kaputt und die Jungs kamen alle direkt an den Zuschauern vorbei.
N. und S. holten sich Autogramm auf die Fahnen, genossen das milde Spätsommerwetter und freuten sich des Lebens. S. schenkte den Amerikanern für die Autogramme ein wenig Schokolade und Ben Berend freute sich besonders drüber "Uhh, I LOVE chocolate!"
Sie sind ja alle ganz toll, aber die Amerikaner freuen sich immer so sehr über ein wenig Aufmerksamkeit hier im fernen Europa. Dieses Strahlen in den Gesichtern muss man gesehen haben.
Das Springen gewann dann Harald Johnas Riiber aus Norwegen. N. und S. freuten sich sehr. Gleicher Ort wie letztes Jahr und der Sieger kam aus der gleichen Familie wie der letztjährige. Ok, gewinnen würde Harald am Ende nicht können, aber einen Platz unter den Top 15 trauten wir ihm schon zu.
Schönen Platz an der Laufstrecke gesucht und den Aufbau beobachtet.
Plötzlich meldete sich der Stadionsprecher und verkündete, dass der Sieger des Springens leider habe dsq werden müssen, da der Anzug leider nicht gepasst habe.
N. und S. liefen vor Wut rot an....du Depp, du Depp, du depperter Depp.
N. und S. beschlossen, am nächsten Tag eine Tafel Kinderschokolade zu erwerben und Herrn Riiber diese dann mit einer kleinen Notiz darin zu überreichen.
Und nicht nur Herrn Riiber erwischte es, nein, Simen Tiller leistete ihm gleich noch Gesellschaft.
*wüt* *brummel*
Neben N. standen zwei Mädchen und das eine meinte dann, es wäre doch gut, dass der Norweger dsq sei, dann wäre der Deutsche wenigstens vorn.
*wüt* *brummel*
Am Ende gewann Eric Frenzel vor Johannes Rydzek und Mario Seidl. Tomas Portyk wurde Vierter. Das Publikum feierte nur Eric. N. und S. wunderten sich sehr. Erstens sind beide Deutsche und zweitens ist Oberstdorf ja Rydzek-Land. Immer diese Gelegenheitszuschauer. *kannmandraufverzichten*
*wüt* *brummel*
Nächstes Ärgernis Siegerehrung. In Odorf dürfen nur die besten Drei zur Ehrung und so blieb Tomas leider außen vor.
*wüt* *brummel*
In der Pension saßen wir dann noch lange am Balkon, nützten das Wlan und futterten Knabberzeugs.
Samstag, 26.08.2017
Am Samstag wollten wir aufs Nebelhorn und hofften diesmal auf besseres Wetter als vor zwei Jahren, als der Berg seinem Namen alle Ehre machte.
Eis und Aussicht wollten wir.
An jeder der drei Gondelstationen mussten wir ein wenig warten, aber egal. Hatten ja Zeit. Ging ja erst abends wieder los.
Oben dann strahlender Sonnenschein und Fernsicht. *chebellalavita*
Zuerst die restlichen paar Meter rauf aufs Gipfelkreuz. Menschenauflauf.
Dann wieder runter ins Lokal, Eis gekauft.
Nach dem Verzehr des Eises zum Zeigersattel gelaufen und auf den Seealpsee geguckt. Nächstes Jahr laufen wir dann dorthin.
Als wir genug rumgeguckt hatten, fuhren wir langsam wieder runter, ruhten uns in der Pension ein wenig aus und gingen dann zuerst zur Nordsee und wieder ins Stadion. Im Gepäck die Schokolade für H. Riiber mit dem kleinen Zettelchen drin.
Die wollte ich ihm im Verlauf des Tages geben.
Autogramme von Harald und Simen geholt.
Harald stürzte in der Probe. N. war hin und her gerissen. Die Schoki wäre ja zum Aufmuntern gewesen, aber der Zettel war fies. Aber länger warten? *beiteamnorgeweißmanjanie*
Harald die Schoki gegeben: "A little something to cheer you up!" Er freute sich sehr.
Er stürzte dann auch im Bewerb. N. plagte das schlechte Gewissen....das mit dem skredder war ja eigentlich das A-Team gewesen....ach man! :(
Das Springen gewann dann Mario Seidl vor Akito Watabe und Takehiro Watanabe. 1:26 Vorsprung hatte Mario vor den guten Läufern. Wir waren der Meinung, dass das reichen würde.
Bei den vorherigen Bewerben war Ben Berend immer knapp an den Weltcuppunkten, es wären seine ersten gewesen, gescheitert. Er bekam wieder etwas Schoki als Motivation. Freute sich sehr.
Doch es kam diesmal rabenschwarz für ihn, dsq im Springen.
Der Lauf war wieder spannend ohne Ende, wir als einzige für Mario. *mitelchundösifahne*
Alle anderen wieder für Eric Frenzel. Niemand für Johannes...*ohneworte*
Am Ende reichte es für Mario. 22 Sekunden vor Fabian und Eric.
Kristjan Ilves war auf Platz fünf eingekommen, doch zur Siegerehrung durfte er ja leider nicht.
*motz* *brummel*
Später lasen wir dann, dass der arme Harald im Lauf nicht ins Ziel gekommen war. N. fühlte sich schlecht und beschloss, sich via Instagram-Nachricht bei dem armen Kerl zu entschuldigen.
Diesmal war es, im Gegensatz zu gestern, sehr leer bei der Siegerehrung im Stadion.
Tolle Fans....
Uns egal. Wir blieben und feierten Mario.
Er hatte die Führung im SGP verteidigt und da Team D zum letzten Bewerb ja nur den B-Kader schicken wird, den Gesamtsieg nahezu sicher.
Später gab es dann noch die Ehrung vom Youth Cup.
Johan Fredriksen Orset und Antonin Vaxelaire scheinen die Stars bei den Mädels zu sein.
Ein Gekreische (Vergessen sie ALLES, was über Konzerte von Justin Bieber usw. wussten!!!)
Uns fielen bald die Ohren ab.
Nach dem Feuerwerk machten wir uns dann auch auf den Weg zur Pension. Schade, SGP für uns für diese Saison beendet.
Aber heute ist nicht aller Tage, wir kommen wieder, keine Frage!
Sonntag, 27.08.2017
Am nächsten Tag plagte N. immer noch das schlechte Gewissen und sie tippte eine Nachricht an den großen Riiber.
Nachricht getippt, dann Koffer gepackt und zum Bahnhof gezerrrt. Dort ins Schließfach gestopft und zur üblichen Wanderung gestartet.
Zum Freibergsee wollten wir. Kamen wir letzten Endes auch. Mit einem kleinen Umweg. Zwei Mal kamen wir an der Flugschanze vorbei.
Am Freibergsee ein Eis gekauft und ermattet auf den Boden gesunken. Stockschwül war es an dem Tag.
Zurück am Bahnhof bissl mit dem Handy gespielt und gesehen, dass Harald tatsächlich geantwortet hatte. Er nahms locker. N. war erleichtert.
Jetzt war alles gut.
Samstag, 1. April 2017
Sonntag, 26. März 2017
Schwarzwaldpokal Schonach, März 2017
Schwarzwaldpokal
in Schonach, 17.03. – 20.03.2017
Vorwort
Schonach 2016 war, abgesehen von
den Ergebnissen und der wunderschönen Winterlandschaft, eine einzige
Katastrophe. Unterkunft Mist, Essen Mist, Buhrufe, Schneebälle auf Athleten,
Disqualifikation, Proteste. Wir waren bedient und wollten nie mehr dort hin.
Nach dem es aber im Sommer so
toll für unsere geliebten Athleten gelaufen war und uns zwei Weltcups pro
Saison nicht reichen, begannen wir zu überlegen. Eine Chance wollten wir dem
kleinen Örtchen im schönen Schwarzwald noch geben.
Im Oktober buchte S. via booking.com
ein echt tolles Hotel mit vielen Annehmlichkeiten.
Und dann versprachen die
Meteorologen einen richtigen Winter. Würde schon noch Schnee liegen im März,
dachten wir uns. Stornieren würden wir das Hotel bis eine Woche vor dem Weltcup
können, das sollte mit der Schneekontrolle zusammen fallen.
Ende Februar, Anfang März begann
es mild zu werden, sehr mild. Wir gaben keinen Blumentopf mehr auf den Weltcup.
N. nahm Urlaub, kündigte ihrer Chefin aber gleichzeitig an, dass dieser
vermutlich würde storniert werden müssen.
Am Freitag, den 10.03.2017 sollte
die Schneekontrolle für Schonach sein. N.
saß nervös im Büro und guckte alle zehn Minuten ins Internet. Nichts. Um
12:30 Uhr Büro verlassen und nach Hause gefahren. Dort wieder ins Internet
geschaut und um 13:03 Uhr die erlösende Meldung gelesen.
Grünes Licht für den
Weltcup.
Wochenende gerettet, Weltcup
gerettet, Urlaubstage gerettet.
Es würde also stattfinden. Wir
konnten uns zwar immer noch nicht vorstellen wie, aber egal.
Wenn die FIS dran
glaubte, dann sollten wir es auch tun.
Die letzten vier Arbeitstage in
der nächsten Woche zogen sich wie Kaugummi…
Freitag, 17.03.2017 – Mission
Teamsprint-Bärchen
Als endlich der letzte Arbeitstag
überstanden war, Koffer und Rucksack gepackt, die Fahrkarte gekauft und alles
Nötige noch besorgt war, konnte es also am Freitag endlich endlich losgehen.
Mit dem ersten Zug, der mit Nahverkehrsfahrkarten benutzt werden konnte, ging
es ab nach Südwesten.
09:35 Uhr ab München Hbf, 10:12
würde S. zusteigen. Dann zusammen weiter nach Ulm. Dort wie immer Fischsemmel
bei der Nordsee kaufen und 40 Minuten später bis nach Immendingen. Dort
umsteigen und noch mal 45 Minuten weiter nach Triberg. Ankunft dort 15:13 Uhr.
Wir hofften dort am Bahnhof gleich ein Taxi zu bekommen um rauf nach Schonach
fahren zu können. Schließlich sollte um 16 Uhr der PCR beginnen. Dieser könnte,
so vermuteten wir, noch wichtig werden da die Wettervorhersage für Samstag
grottenschlecht war.
Und andererseits hatten wir mal wieder ne Mission zu
erfüllen. Unterwegs hatten wir schon per Handy den FIS-Ticker geprüft und somit
erfahren, dass sich das Training wegen Windes verzögerte. *schwitz* Ohne
vorherige Training wäre kein PCR möglich. Mission in Gefahr. *schwitz*
In Triberg am Bahnhof angelangt
kam auch gleich ein Taxi. Wir dachten erst, es käme für jemand anderen, aber
auf Nachfrage nahm es uns mit.
Hochgefahren, Koffer ins Hotel
gewuchtet, eingecheckt, alles Unnötige aus dem Rucksack geworfen und 10 Minuten
später ab an die Langenwaldschanze. 14:00 Uhr hätte das Training beginnen
sollen, am Ende war es dann 14:42 Uhr. Sehr passend für uns.
Ca. 15:40 Uhr waren wir vor Ort
und bekamen somit noch einiges vom Training mit. Mild war es, die Sonne schien
und wir waren glücklich. Die Durchführung der Mission „Gummibärchen für Schildi
Joergen Graabak rückte in greifbare Nähe.
Da man ja bei Team Norge nie
weiß, ob sie am Ende des Tages noch in der Ergebnisliste aufgeführt sind und
auch in Hinsicht auf das Wetter der nächsten Tage einiges unsicher war, nutzten
wir die erste Gelegenheit (Trainingsdurchgang), Jörgen die Team-Sprint-Bärchen und die im
Zug geschriebene Karte zu übergeben.
„ Jörgen, we’ve got something for
you! “ “Ehm what?” (Er ist wirklich der Verwirrteste im Team).
Aber er hat sich
gefreut und so schön gelächelt. Vermutlich rechnete er nicht damit,
ausgerechnet in Schonach, wo es ja letzte Saison so viel Ärger gegeben hatte,
etwas von deutschen Fans zu kriegen. Ja lieber Jörgen, nicht alle hier in
Deutschland sind böse. Gibt auch Leute, die dich mögen.
Wir waren auch zufrieden. Endlich
hatte mal eine Mission in Bezug auf Team Norge funktioniert und endlich hatte
auch Jörgen die Bärchen, Espen hatte seine ja schon in Seefeld bekommen.
16:30 Uhr begann der PCR, einige
unserer Favoriten hatten Glück, andere nicht. Und es gab auch wieder ne DSQ,
aber DIESMAL erwischte es keinen Norweger. Leon Sarc aus Slowenien war der
Schuldige. Kurz nach halb sechs war der Pocket Jump in trockenen Tüchern und
alle atmeten auf. Sofern die Loipe morgen nicht weggeregnet sein sollte, würden
wir einen Wettkampf sehen können.
Wir liefen zurück ins Hotel,
zogen die festen Schuhe aus und machten uns auf die Suche nach der Pizzeria, um
endlich etwas essen zu kriegen. Das Essen bekamen wir dann auch echt schnell, aber bis wir bezahlen konnten, dauerte es noch mal über eine Stunde.
Zurück im Hotel schauten wir uns dann die Quali aus Vikersund auf dem Handy an und hofften ansonsten, dass das Wetter morgen nicht all zu übel werden würde.
Zurück im Hotel schauten wir uns dann die Quali aus Vikersund auf dem Handy an und hofften ansonsten, dass das Wetter morgen nicht all zu übel werden würde.
Samstag, 18.03.2017 Ach
Schonach oder It’s raining man
Regenlied 1
Regenlied 2
Regenlied 1
Regenlied 2
07:00 Uhr. N. wacht auf und
prüft sofort das Wetter. à Die
Hoffnung des Vorabends war komplett umsonst gewesen. Es windete, es regnete und
schneite. Es windete und es regnete waagrecht. Wir gaben keinen Pfifferling auf
den heutigen Wettkampf. Weder aufs Springen noch aufs Laufen.
08:00 Uhr: Probedurchgang abgesagt.
09:00 Uhr: Juryentscheid
bezüglich Springen auf 09:45 Uhr verschoben.
10:00 Uhr: Jury hat entschieden,
dass das Springen stattfindet. N. und S. werfen sich, so gut es geht, in
wetterfeste Klamotten und ziehen los. Todesmutig erwerben wir eine Dauerkarte
fürs gesamte Wochenende.
10:15 Uhr: Springen beginnt.
Selbst als wir an der Schanze stehen, geben wir keinen Pfifferling auf den
Wettkampf. Die Weiten sind dann aber überraschend gut, hätten wir so nie
gedacht.
11:07 Uhr: Springen ist vorbei,
wieder mit gemischten Ergebnissen für unsere Favoriten. Die besten Chancen
rechneten wir Jan Schmid aus, der mit nur 38 Sekunden Rückstand auf Platz 16
lag. Da sollte was gehen am Nachmittag beim Lauf. Eric Frenzel und Johannes Rydzek waren nur sechs
Sekunden auseinander, das versprach jede Menge Spannung für den Langlauf.
Ein „Opfer“ hatte das Wetter dann
doch gefordert, Tomas Portyk, die große Hoffnung der Tschechen war leider zu
Fall gekommen und lag durch die schlechten Noten schon weit abgeschlagen auf
Platz 44. Wir hofften, dass er wenigstens keine größeren Blessuren davon
getragen hatte.
13:45 Uhr sollte es mit dem LL
weitergehen. N. und S. machten sich so schnell es ging auf den Weg zurück ins
Hotel, drehten die Heizung auf fünf und legten die Klamotten zum Trocknen darauf.
Dazu heißen Tee mit Zucker dank Wasserkocher im Zimmer, dazu Knabberzeugs,
Schokolade und den Rest Pizza von gestern Abend, ebenfalls auf der Heizung
angewärmt.
Bevor wir zur Loipe aufbrachen
schmissen wir noch mehr unnötige Sachen aus dem Rucksack, verpackten uns wetterfest
und machten uns erneut auf den Weg. Oben auf der Bergkuppe konnten wir uns kaum
auf den Beinen halten. Der Schirm von S. hauchte sein Leben aus. Es war
grausam. Erneut gaben wir keinen Pfifferling auf den Wettkampf.
An Fotos war, wie schon am Morgen
an der Schanze, in keinster Weise zu denken. Unsere Fahnen hielten wir so fest
es ging in den Händen und hatten Angst, der Wind könnte sie zerfetzen.
Alles brüllte Eric nach vorn. Ok,
fast alles. Die Forumsdelegation nicht. Wir waren für Johannes, Jan und den Rest der
Norges. Als Willi Denifl seinen Ausreißversuch startete, rückte er in den
Fokus. Was wäre er für ein toller Sieger!
Und Schonach wäre nicht Schonach
und der Schwarzwaldpokal nicht der Schwarzwaldpokal, wenn es nicht auch heuer
wieder kurz vor dem Ziel geknallt hätte. Frenzel und Rydzek kurz vor der
Ziellinie gleich auf, Johannes wollte an Eric vorbei und schon lag er im
Schnee. Es dauerte einen kleinen Augenblick bis er wieder stand. Da sah er
seinen Gesamtweltcupsieg entgleiten.
Am Ende gewann Eric vor Willi und
Johannes.
Wir freuten uns für die Jungs auf
Platz fünf (Schmid), Platz sieben (Cieslar, wann war zuletzt ein Pole so weit
vorn gelandet?), Platz acht (Hirvonen) sowie für unseren Lieblingsschweizer Tim
Hug auf Position neun.
Wir hatten einen kompletten
Wettkampf gesehen und konnten selbiges immer noch nicht fassen.
N. und S. machten sich so schnell
es ging auf den Weg zurück ins Hotel, drehten die Heizung auf fünf und legten
die Klamotten zum Trocknen darauf. Dazu heißen Tee mit Zucker dank Wasserkocher
im Zimmer sowie Knabberzeugs und Schokolade.
19:00 Uhr sollte die Siegerehrung
im Haus des Gastes sein, da wollten wir hin.
Als die Klamotten soweit
getrocknet waren, machten wir uns erneut auf den Weg zur Pizzeria. Beide
überbackene Nudeln gegessen -->
heiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiß!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Diesmal meldeten wir uns nach dem
Essen auch gleich bezüglich bezahlen und waren damit auch rechtzeitig im Haus
des Gastes. Stammplatz auf der
Heizung eingenommen --> heiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiß!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
(Burning our asses while sitting on the heating at the „Haus des Gastes) *gg*
Wie schon im Jahr zuvor die
Norgefahne im Rucksack bei der Siegerehrung dabei gehabt. Nur im Rucksack.
Wenigstens hatte es diesmal nicht zwischen GER und NOR gescheppert auf der
Loipe.
Die sechs Sportler, die bei der
Ehrung dabei waren, kamen dann ganz feierlich die große Treppe herunter. Sogar
einen roten Teppich hatte man ausgerollt!!
Ach ja, könnte mal jemand Herrn
S. aus T. in N. sagen, dass Jogginghosen für Siegerehrungen nicht GANZ das
Richtige sind? *kopfschüttel*
Diesmal gab es übrigens keine
Kuckucksuhren für die Jungs, sondern Weinflaschen und Nudeln.
Als die Ehrungen vorbei waren,
machten wir uns auf den Weg zurück in unser schönes Hotel, schauten bzw. eher
hörten uns im Fernsehen die Schlagerparade an und schrieben und malten die Plakate
für den nächsten Tag, zum einen anlässlich des 30. Geburtstages von Magnus Krog
und zum Anderen für 220 Einzelweltcups für Haavard Klemetsen.
Ach ja - -> wir drehten die
Heizung auf fünf und legten die Klamotten zum Trocknen darauf.
Sonntag, 19.03.2017 – Ab geht
die Party und die Party geht ab oder warum wir einem Mann im Haus des Gastes zu
Schonach bis ans Ende unseres Lebens dankbar sein werden
Am späten Samstagabend hatten wir
dann noch im Internet gelesen, dass am heutigen Sonntag nicht wie ursprünglich
gedacht, nur die besten 30 anwesenden Athleten des aktuellen Gesamtweltcups
würden starten dürfen, sondern alle.
Grund dafür: Der Wettkampf war
verkürzt worden, statt zwei Sprüngen und einem 15 km-Lauf gab es einen Sprung
und einen 10 km-Lauf auf der lediglich 1,42 km langen Loipe zu Schonach.
Und wir hatten uns all die Tage
Sorgen um unsere Norges gemacht und gebangt, dass auch ja alle dabei sein
würden am Sonntag. Nach Plakat malen und Schlager hören hatten wir den
Gesamtweltcup mit der Startliste abgeglichen und versucht herauszukriegen, wer
denn nicht da sei.
Alles umsonst.
Aber egal, umso besser. Eine
Quali also mit allen. Sehr schön.
Diesmal sollte es ja erst um 11
Uhr losgehen und so hatten wir alle Zeit der Welt. Kennt man ja gar nicht, so als
Kombifan. Und damit es nicht untergeht, sei hier auch noch mal das tolle Frühstück
in unserem Hotel erwähnt. Sogar kleine Amerikaner, Rosinenschnecken und
Windbeutel gab es. Tolle Teesorten. Tolle Säfte. Frischen, reichhaltigen Obstsalat.
Und da der Betreiber aus den
Niederlanden kommt, sogar Hagelslag.
Nach dem Frühstück Fahnen,
Plakate, Fotoapparat, Handy, Getränk, Sonnenbrille, Kombi-Elch Kalle und all sonst
Nötige in die Rucksäcke gestopft
Diesmal war auch das Wetter
besser, noch windig aber kein Regen mehr!!!! Das hatten sich alle Beteiligten
auch mehr als verdient.
Nach einigem Hin und Her hatten
wir einen Platz in der Nähe des Exit-Gates gefunden. Zwar sah man von hier aus
die Schanze eher nur mäßig, aber wir hatten ja noch ne Mission zu erfüllen.
Bewerbungs-Schnellhefter mit einigen Klammern am Absperrgitter befestigt,
Schmid-Fahne daneben.
S. nutzte die Gelegenheit und ließ sich von Ben Berend ein Foto unterschreiben. Der junge Mann bedankte sich sogar dafür! Zuerst dachte er, S. wolle sich mit ihm fotografieren lassen " Oh you wanna take a picture with me?" Als Dank für das Autogramm bekam er seinen Schoko-Glückskäfer. Reaktion? "Oh chocolate!" (Mit Süßigkeiten kriegt man sie alle!) *gg*
Zuoberst das Plakat für „Howie“,
wie ihn sogar die FIS nennt und seine 220 Einzelweltcups, da er ja gemäß
Weltcupgesamtstand auch zuerst kam, drunter dann das für Magnus Krog zum
Geburtstag.
Nicht weit von uns, auf der
anderen Seite der Absperrung standen die Betreuer der Teams. Und somit hatte die Betreuerin der Norges auch
schnell das erste unserer kleinen Poster entdeckt. Und fotografiert. Und, wie
wir später feststellten, auch noch bei Instagram hochgeladen. Per
Instagramstory und das für Haavard auch richtig als Foto.
Offenbar hielt sie uns für
Landsleute, denn sie sagte irgendwas auf Norwegisch, was wir aber natürlich
nicht verstanden. Jaa liebe Norges, es gibt auch Leute in Schonach und in
Deutschland die euch mögen.
Als der „Konge“, wie Jörgen
Graabak ihn erfurchtsvoll nennt, an der Reihe war, schnappte S. sich das Plakat
und pirschte sich näher ans Exit-Gate heran um es ihm zu zeigen. Er freute sich
sehr.
Wir tauschten die Zettel aus,
hefteten nunmehr den für Magnus nach oben. Als die Betreuerin es entdeckt
hatte, hielt sie natürlich auch diesen Zettel für die Nachwelt fest. Diesmal
riefen wir beide nach Magnus und er kam dann auch und strahlte bis über beide
Ohren.
Bis jetzt ein ruhiger Vormittag
für die Team Wikinger.
Aber Schonach wäre nicht Schonach
und Team Norge nicht Team Norge in der heurigen Saison, wenn nicht wieder was
schief gegangen wäre. Es war ohnehin bis jetzt alles viel zu gut gegangen.
Verdächtig…
Magnus Moan brach in der
Probe/Quali der Schuh, wie sich später herausstellte.
Ergebnis: Moan durfte im
Wettkampf ganz früh starten, mit den Schuhen von Magnus Krog. Kaum war er
unten, brach Hektik aus bei den Norwegern. So schnell es ging musste Moan die
Schuhe ausziehen und einer der Betreuer rannte mit den Sprungstiefeln den
steilen Berg rauf, um Krog die Stiefel wieder zu bringen.
Aber am Ende ging alles gut, die
Norges hatten die Quali alle geschafft.
Ausgeschieden waren leider zwei
von drei Amis, ein Finne und ein Italiener.
Ergebnis Quali
Startliste Springen
Ergebnis Quali
Startliste Springen
Um 12:15 Uhr begann der
Wettkampfsprung. Am Ende hatte Jan Schmid aus norwegischer Sicht das beste Ende
für sich, er lag auf Platz drei mit lediglich 28 Sekunden Rückstand. N. und S.
hofften auf einen Platz auf dem Stockerl für ihn am Ende des Tages.
Pech hatte Jörgen Graabak gehabt,
sein Sprung wäre von der Weite her richtig toll gewesen, aber leider erwischte
er kurz vor der Landung eine Böe und musste abrudern. Schlechte Noten und weit zurück. Stocksauer war er.
Der Gesamtweltcup war nach dem
gestrigen Tag ja eh so gut wie entschieden, viel Spannung war nicht mehr.
Johannes Rydzek lag nach dem Springen auf Platz zwei, sechs Plätze und 30
Sekunden dahinter hatte sich Eric Frenzel eingereiht.
N. und S. machten sich auf den
Weg, um im gleichen Café wie im Jahr zuvor etwas zu essen und zu trinken und
das Wlan auszunutzen.
Wir entschieden uns wieder mal
für die deftig gefüllten Pfannkuchen, N. trank Kaffee, S. was Kaltes. Und wie
im Vorjahr war das Café gesteckt voll. Man konnte sich kaum bewegen. N.
versuchte trotzdem ihren Platz zu verlassen und pfefferte dabei ihr Kaffeeglas
vom Tisch. Wie durch ein Wunder blieb es ganz.
Schonach 2017 lief weiterhin gut
für uns.
Nach dem Essen machten wir uns
auf den Weg rauf zum Langlaufstadion. Leider waren die Tribünen bereits
gesteckt voll. Keine Chance auf einen Platz dort.
Zogen wir halt weiter an die
Strecke und bekamen dort noch ein Plätzchen, wo zum einen die Trainer vor uns
standen und man zum anderen die Loipe fast komplett überblicken konnte. Sieben
Runden standen auf dem Programm und wir beschlossen, in der letzten davon zur Videowand
zu rennen um Zieleinlauf verfolgen zu können.
Der Gesamtweltcup war so gut wie
entschieden und somit hofften wir noch auf ein spannendes Rennen und
zufriedenstellende Ergebnisse für unsere Favoriten. Jan Schmid lag ja, wie
bereits erwähnt auf Platz drei, nur 28 Sekunden hinter dem Führenden.
Lange hielt er mit und unsere
Hoffnungen auf einen Stockerlplatz wurden größer und größer, doch in der
fünften von sieben Runden war Jan plötzlich weg, weit weg. L
Am Ende landete er nur auf Platz
24. 21 Plätze hatte er im Lauf verloren. Hatte er wohl dem tollen Rennen von
gestern Tribut zollen müssen. Es ist echt nicht seine Saison.
Ein kleiner Trost waren dann
Francois Braud auf Platz zwei, Akito Watabe auf Rang drei, Eero Hirvonen auf
vier und Ilkka Herola auf fünf sowie Espen Andersen auf sieben.
Das Rennen gewann, zur größten
Überraschung aller Beteiligten, Eric Frenzel.
Wir verließen das Langlaufstadion
also leicht frustriert und machten uns auf den Weg ins Hotel. N. war so froh,
diesmal nicht zum Bahnhof hetzen zu
müssen, sondern ganz entspannt noch eine Nacht im schönen Schwarzwald bleiben
zu können.
Wieder ins Hotel, leichte Schuhe
anziehen und zum dritten Mal ab in die Pizzeria.
Nach dem Essen wieder Richtung
Kurhaus. Tür zum Saal dort noch zu. Menschentraube davor. Wir uns auf die
Treppe gesetzt und gewartet. Verdammt warm war es und die Musik so schlecht wie
laut.
Halb sieben oder so ging die Tür
auf und alles stürmte hinein. Wir wie immer den Stammplatz auf der Heizung
angesteuert, die heute zum Glück außer Betrieb war (danke).
Nach einer Weile kam ein Mann und
meinte, wir könnten dort nicht bleiben, da dort eine mobile Wand mit den
FIS-Sponsoren aufgestellt würde, vor der die Athleten dann später fotografiert
würden.
Zuerst waren wir ein wenig verstimmt, doch im weiteren Verlauf des
Abends sollte sich das noch als SEHR glückliche Fügung herausstellen. Später
saßen dort nämlich wieder einige Leute, die noch in eine, nun ja, etwas
unangenehme und peinliche Situation gerieten. Selbiges blieb uns ja durch das Verlassen des Platzes erspart.
Auf der Heizung konnten wir ja
nun nicht mehr sitzen. Gut, dann halt auf die Treppe direkt daneben. Nach einer
Weile kam erneut ein Mann und meinte zu uns und allen anderen, dass wir auch
dort nicht bleiben könnten, da später die Athleten diese Treppe herunter kämen.
So weit, so schlecht. Wir
stellten uns NEBEN die Treppe. Dort durften wir dann übrigens bleiben. N.
liebäugelte sicherheitshalber schon mit einem Platz UNTER der Treppe. Wurde aber
nicht benötigt.
Wir planten stattdessen, uns nach der Ankunft der Sportler
wieder auf die Treppe zu begeben.
Es dauerte länger als gedacht,
aber schließlich kamen die Sportler und die Nationen wurden nach dem englischen
Alphabet nach und nach aufgerufen. Wir machten mehr schlecht als recht Fotos.
Eher schlecht, da zum einen keine Profikamera und zum anderen einfach zu klein
für die hinteren Reihen.
Eine Nation nach der anderen kam
die Treppe runter, mal nur die Sportler, mal mit Trainern und Betreuern.
Auf der Bühne ein Sprecher, oben
auf der Treppe die Verantwortliche der FIS (Silke Tegethof) für Presse und
Medien. Als es auf den Buchstaben „N“ zuging, also Norwegen, winkte diese ab.
Norwegen nicht da. N. und S. sackten innerlich ein wenig zusammen. Wollten die
Norges den Geburtstag von Magnus Krog lieber in Ruhe in ihrem Hotel feiern?
Hatten sie immer noch keine rechte Lust auf Deutschland?
Aber alle Aufregung war umsonst,
schließlich hieß es, Norwegen käme eine halbe Stunde später.
Immer mehr Sportler kamen und die
Tische waren fast alles besetzt. Team Norge verschwand irgendwo im hinteren
Teil des Saals.
N. und S. saßen mittlerweile
wieder auf der Treppe, etwas erhöht, mit bestem Blick in Richtung Bühne.
Plötzlich wurden direkt vor
unsere Nase weitere Tische und Stühle aufgebaut. Wir vermuteten, dies habe
irgendwas mit den Nordic Combined Awards zu tun, die ja im weiteren Verlauf des
Abends noch verliehen werden sollten.
Kaum hatten wir diesen Gedanken
zu Ende gedacht, stellte er sich auch schon als grundlegend falsch heraus.
Nix Awards.
Team Norwegen.
N. und S.
versuchten sich in Luft aufzulösen. Hoffentlich erinnerte sich von denen keiner
mehr an die Plakate vom heutigen Tag.
Und da waren ja noch die Leute
auf der Heizung, ein junger Mann mit seiner Freundin.
Moan, freundlich und nett wie er
ist, bat die zwei mit an den Tisch der Norges.
Die zwei saßen stocksteif auf dem
vordersten Rand ihrer Stühle und sahen aus wie bestellt und nicht abgeholt.
N. und S. dankten ihrem Schöpfer
dafür, nicht mehr auf der Heizung zu sitzen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Als dann alle da waren und auch
einen Platz an einem der Tische gefunden hatten, ging es los und zwar mit der
Verleihung der Nordic Combined Awards. „Rookie of the year“ wurde Eero
Hirvonen, was der Rest seines Teams mit stehenden Ovationen und lauten „Eehi,
Eehi“-Rufen feierte. Diese Gefühlsregungen der sonst so stillen Finnen
beeindruckt alle, sogar Moan guckte amüsiert und beeindruckt in Richtung der
Finnen. Comeback des Jahres – Hannu Manninen. Finnen begeistert.*gg*
Als alle Preise verliehen waren,
wurden alle Preisträger und Nominierten noch mal auf die Bühne gebeten. Dies
war jedoch nur ein Vorwand, wie sich gleich herausstellte. Anlass war der 30. Geburtstag
von Magnus Krog. Er bekam eine große Schwarzwälder Kirschtorte geschenkt und
biss gleich auf der Bühne zwei Mal davon ab. Espen Andersen kostete auf die
gleiche Weise. Publikum im Saal brüllte vor Lachen.
Später hatten die Norges die
Torte bei sich am Tisch. Jan Schmid war kurz weg und kam wenig später mit einem
Stapel Kuchenteller und –gabeln wieder. Da kam wohl sein Schweizer
Perfektionismus durch. *gg*
Anschließend wurde es erst
richtig lustig. Ein Teil der Norweger und Franzosen enterte die Bühne. Im
Requisitenraum fanden sie nacheinander ein Podest für die Siegerehrung, eine
große Leiter und einen fahrbaren Garderobenständer. Ach ja, und eine große
Packung Trinkhalme, ca. einen Meter lang. Einer der Norweger hatte kurz darauf zwei
davon um den Hals gebunden. Nicht zu vergessen auch die zwei großen
Landesfahnen, mit denen die Jungs über die Bühne tanzten.
Für die musikalische Untermalung
des Abends sorgte ein DJ aus Ischgl. Wir dachten ja erst, dass das nicht so das
Wahre für die Jungs sei, aber da hatten wir uns wirklich getäuscht. Deutscher
Schlager und Partymusik waren haargenau das Richtige. Siehe unten verlinkte
Playlist von YT, darauf sind die Lieder, an die wir uns noch erinnern konnten.
Es war nicht nur für die
Athleten, sondern auch für die Fans ein sehr sehr amüsanter Abend.
Playlist des Abends: Sconach-Stemning (der Schreibfehler ist beabsichtigt und gewollt)
Montag, 20.03.2017
Noch ein kleines Lied zum Abschluss - für alle aktiven Teilnehmer der Sause vom Vorabend: I've got a hangover (Kleine Gemeinheit zum Abschluss) *gg*
Ich hoffe ihr habts alle überstanden Jungs. Keine Namen von mir - was in Schonach war, bleibt in Schonach!
Noch ein kleines Lied zum Abschluss - für alle aktiven Teilnehmer der Sause vom Vorabend: I've got a hangover (Kleine Gemeinheit zum Abschluss) *gg*
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